Mit ‘Installation’ getaggte Artikel

Release-Party Lucid Lynx am 1. Mai in Winterthur

Samstag, 03. April 2010

Es dauert ja noch ein paar Tage, bis die neue Ubuntu-Version 10.04 Lucid Lynx in der finalen Version erscheinen wird. Zuvor können wir ja noch die 2. Beta-Version und den ersten und einzigen Release-Kandidaten prüfen. Oder man nutzt einfach das tägliche Abbild und arbeitet damit. Allerdings sollte man das nicht tun, falls man mit dem betreffendem Computer produktiv arbeiten möchte. In dem Fall empfehle ich, noch zum zum 29. April zuzwarten und dann die finale Version zu nutzen. Es handelt sich ja dabei um eine LTS-Version, bei der während drei Jahren Sicherheitsupdates für die Desktop-Version zur Verfügung stehen werden; bei der Server-Variante sind es sogar fünf Jahre. Hardy-Benutzer (Ubuntu 8.04) können direkt auf die neue LTS upgraden.

Mit ein paar Freunden sind wir hier in der Schweiz an der Planung der Release-Party für die neue Ubuntu-Version. Darunter befinden sich Persönlichkeiten wie Daniel Stoni, Gregor Fröhli, Dirk Deimeke und Martin Rudel. Mit dem ZLI (Zürcher Lehrmeistervereinigung Informatik) haben wir eine sehr gute Location gefunden, in der praktisch alles vorhanden ist, was wir brauchen. Die Räumlichkeiten liegen fünf Gehminuten vom Hauptbahnhof zu Winterthur entfernt. Ausserdem unterstützt uns die Firma beltroic IT AG bei unserem Vorhaben. Die Party wird am Samstag, den 1. Mail 2010 ab 15:00 Uhr starten und bis knapp vor Mitternacht dauern.

Das Wikiteam von ubuntuuser.de hat uns freundlicherweise eine Wiki-Seite eingerichtet, auf der wir unsere Party beschreiben und die Details bekanntgeben können. Gregor stellte dazu die URL ubunteros.ch.vu bereit, die auf das selbe Ziel zeigt.

Wir haben bereits einige Ubuntu-Benutzer gefunden, die gerne einen “workshopartigen” Vortrag an der Party geben möchten. Die noch übrigen Slots werden wir wohl auch noch mit Inhalten befüllen können. Unser Flyer wird wahrscheinlich bald fertig werden, so dass wir ihn dann auf elektronischem Weg anbieten können. Verschieden Redaktionen aus der Welt der IT-Zeitschriften für alle Niveaus haben wir angeschrieben und daraus bereits einige Zusagen für die Unterstützung bekommen. Wir möchten Menschen erreichen, die sich noch nicht in den einschlägigen Mailinglisten und Foren bewegen.

Bei Fragen stehen wir gerne zur Verfügung und Ratschläge, Ideen und Kritik nehmen wir sehr gerne entgegen. Einfach in die Kommentare damit oder per Mail an mich senden. Danke!

Was installierst Du zusätzlich bei Ubuntu?

Donnerstag, 25. Februar 2010

Manchmal ist es ganz interessant zu lesen, was andere Linux-Benutzer an Programmen benutzen. Denn die Vielfalt ist ja riesengross, besonders bei debianbasierenden Systemen. Deshalb notiere ich hier einfach mal ohne spezielle Sortierung, was ich standardmässig auf meinem Arbeitsrechner (nicht auf einem Netbook) nebst der vorgegeben Programmauswahl installiere. Vielleicht interessiert sich ja wer dafür und eventuell kommen Alternativen zum Vorschein, die ich noch nicht kenne. Die Liste bezieht sich auf Ubuntu Karmic (10.04 9.10):

  • gftp – FTP-Klient (GTK) Paketname gftp
  • Filezilla – FTP-Klient Paketname filezilla
  • Audacity – Audiobearbeitung Paketname audacity
  • SoundConverter – Umwandlung von Audioformaten Paketname soundconverter
  • gwibber – Identi.ca-Klient Paketname gwibber (Ich nutze aber die aktuelle Entwicklungsversion)
  • vlc – Medienplayer Paketname vlc
  • Opera – Browser von der Website herunterladen
  • Xmind Mindmanager von Sourceforge herunterladen
  • UbuntuTweak – Versteckte Einstellungen am System externe Quellen
  • SeaMonkey – Browser Paketname seamonkey
  • CryptSetupt Verschlüsselungswerkzeug Paketname cryptsetup
  • DropBox – Online-Festplatte herunterladen
  • vim – Konsolen-Editor Paketname vim
  • KeePassX Kennwort-Verwaltung Paketname keepassx
  • unison – Synchronisationssoftware (Backup) Paketname unison-gtk
  • Thunderbird – Mailprogramm Paketname thunderbird
  • EnigMail – GnuPG-Verschlüsselung für Thunderbird (und andere) Paketname enigmail
  • Java von Sun Paketname sun-java6-jre und sun-java6-plugin
  • Shutter – Bildschirmbilder erzeugen Paketname shutter
  • BackInTime – Sicherung Paketname backintime-gnome
  • VirtualBox Desktop-Virtualisierung Website
  • OpenOffice Base – Datenbanken mit OO Paketname openoffice.org-base
  • Skype – Internet-Telefonie (proprietär) Website
  • PDF-Printer Paketname cups-pdf
  • gOCR – OCR-Erweiterung für Sane Paketname gocr
  • pParted – Partitionsmanager für Gnome Paketname gparted
  • Bluefisch – Editor Paketname bluefish
  • Geany – Editor Paketname geany
  • RapidSVN Grafisches SVN-Werkzeug Paketname rapidsvn
  • Cheese – WebCam-Applikation Paketname cheese
  • Pino – Identi.ca-Klient Website
  • gPHPedit – Editor Paketname gphpedit
  • Midori Webbrowser Website
  • sqliteman Grafisches Tool für SQLite Paketname sqliteman
  • MySQL Workbench – MySQL Verwaltung und Tools Website

Ich installiere am liebsten per Konsole. Leider sind nicht ganz alle Anwendungen frei. In der Liste sind Abhängigkeiten nicht notiert, wenn sie das System nicht selbst erkennt. Beispielsweise braucht unison noch den openssh-server. Es mag sein, dass es zu einzelnen Quellen neuere, aktuellere Repros gibt. Mein ThinkPad missbrauche ich nicht als Server, dazu habe ich einen alten Desktop-Rechner, auf dem ein Ubuntu-Server mit Apache, PHP, MySQL und all dem Zeug rennt; der ist aber meistens ausgeschaltet.

Mich interessiert, was Ihr üblicherweise auf ein frisches System installiert; ich meine nebst den gängigen Programmen. Ich freue mich auf ein paar Schmankerl. Danke!

Die Vorteile von Wikis

Dienstag, 02. Februar 2010

In einem etwas improvisiertem Umfeld zeichneten Dirk und ich am vergangenen Sonntag die zehnte Folge unseres Projekts Deimhart auf. Der Root-Server, auf dem auch die Site deimhart.net zu Hause ist, fiel am Samstag aufgrund eines Hardware-Fehlers aus. Inmitten der Wiederherstellungsarbeiten nahm sich Dirk die Zeit, unsere Folge aufzuzeichnen. Mit erstaunlicher Ruhe; mindestens äusserlich.

Wir entschieden uns im Vorfeld für das Thema Wiki und stellten unsere Notizen auf unserem internen trac-Wiki zusammen. Doch leider stand uns das infolge des Ausfalles nicht zur Verfügung und bis zum Zeitpunkt der Aufzeichnung unserer zehnten Sendung druckte weder Dirk noch ich die Wiki-Seiten aus. Also besprachen wir das Thema mehr oder wenige auswendig aus dem Kopf, was uns meiner Meinung nach ganz gut gelang.

Zur Vorbereitung nahm ich das Buch Wikis und Blogs von Christoph Lange zu Hilfe. Das Buch ist aus dem Jahre 2007, mindestens die erste Auflage, und bietet aber immer noch recht aktuelle Daten und Informationen zu den verschiedenen Wikis. Ausserdem nutzen wir – wie soll es bei diesem Thema auch anders sein – wikipedia und die Inhalte zu den verschiedenen Wikis.

Wir freuen uns auf die Feedbacks und offen, dass wir einen kurzen Ein- und Überblick in die Welt der Wikis ermöglichen konnten. Die aktuelle Folge Nummer zehn gibt es hier zum Download, wie immer als mp3 und ogg-Datei.

Ubuntu in der Lokalpresse

Freitag, 23. Oktober 2009

Die Ubuntu-Party in Andelfingen war klein, aber fein. Dirk hat dazu eine sehr schöne Zusammenfassung geschrieben. Ich wollte eigentlich erst darüber berichten, wenn ich den ShortCast bei DeimHart dazu fertig produziert habe, aber im Moment bin ich mit Arbeit so zugedeckt, dass das noch eine ganze Weile dauern kann.

Wie dem auch sei; unsere lokale Presse hat Wind von unserem “Siegeszug” im Zürcher Weinland bekommen und deswegen beobachtete uns Frau Pfund der Andelfinger Zeitung den ganzen Abend während unserer Party. Ihr Bericht ist denn auch ganz gut gelungen. Bis auf ein paar wenige kosmetische, kleine Fehler brachte sie unseren Inhalt sehr professionell zu Papier. Es ist meiner Ansicht nach auch nicht vordergründig, dass der Inhalt aus technischer Sicht vollständig korrekt abgebildet wird, sondern wichtig erscheint mir, dass GNU/Linux und natürlich auch Ubuntu in der lokalen Presse erwähnt wird. Nur so können wir aus dem “Inzest-Teufelskreis” ausbrechen und weitere Benutzer vom Gedankengut und damit auch von der Linux-Technik überzeugen. Denn je länger je mehr wird dem kryptischen Linux der Schrecken genommen; Linux ist heute einfach zu installieren und zu benutzen.

Ubuntu-Party Andelfingen in der Andelfinger Zeitung

Bitte auf das Bild klicken, um eine PDF-Datei des Ausschnittes zu erhalten (1.6 MB).

An der Stelle möchte ich mich bei allen Teilnehmern für den tollen und vorwiegend technischen Abend bedanken. Ebenfalls danke ich Dani und Dirk für ihre Unterstützung und selbstverständlich auch Herrn Dr. Weidmann für die Organisation und die gesponserten Inserate. Ich glaube, wir konnten die Fragen der Interessierten ausreichend beantworten und einen breiten Einblick in die Welt von Ubuntu anbieten. Es hat Spass gemacht und ich hoffe, dass wir im Raum Zürich noch einige Ubuntu-Partys veranstalten können.

Installation und Show von und mit Ubuntu [Podcast]

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Unsere erste Installationsparty erreicht bald die Gegenwart. Am kommenden Dienstag, den 20. Oktober 2009 ist es soweit. Wir treffen uns in Andelfingen zur Ubuntu-Party, zu der alle Interessierten herzlich eingeladen sind.

Ubuntu-Party

Ich habe dazu eine kleine Aufnahme zurechtgeschustert, allerdings in Schweizerdeutsch, beziehungsweise Thurgau(n)er-Deutsch. Die Datei ist 8.7 MB schwer und bietet während 7:02 Minuten mehr oder weniger sinnreiche Informationen.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

mp3-File herunterladen

Links aus dem Podcast:

Ubuntuparty in Andelfingen am 20. Oktober 2009

Samstag, 29. August 2009

Wie ich bereits hier angedroht habe, werden wir hier in Andelfingen eine Ubuntuparty durchführen. Ziel dieser Party ist es, Menschen, die noch etwas Scheu vor GNU/Linux haben, das Betriebssystem mittels der Distribution Ubuntu etwas näher zu bringen. Dazu bieten einige erfahrene Benutzer Ihre Hilfe an, unterstützen die wissbegierigen “Neulinuxer” bei der Installation oder beim Benutzen einer Live-CD.

ubuntu-party

Es wird CDs vor Ort haben, ebenso schaue ich für ein WLAN sowie für einige wenigen physischen Ports an einem Switch, falls jemand keine WLAN-Karte in seinem Rechner hat. Die Teilnehmer können also ihren Laptop oder ihr Netbook mitbringen; beim Benutzen einer Live-CD passiert den installierten Daten ja nichts. Und es wird sicher das eine oder andere Net- oder Notebook vor Ort haben, womit die Teilnehmer Tuchfühlung mit Ubuntu aufnehmen können.

Für diesen kleinen Event, der am Dienstag, den 20. Oktober 2009 (gleich nach der Ubucon) in Andelfingen im Restaurant Schiedstube ab 19:00 Uhr bis ca. 23:00 Uhr über die Bühne geht, habe ich ein kleines Wiki erstellt, das hier zu erreichen ist:

http://party.ubuntublog.ch

Dort kann man sich bei Bedarf eintragen und Fragen stellen, ebenfalls sind die Kontaktadressen vermerkt.

wiki

Ich hoffe, dass einige Interessierte an diesem Abend den Weg nach Andelfingen finden. Nebst dem Mitorganisator Alfred Weidmann wird freundlicherweise auch Dirk mithelfen, den Teilnehmern Fragen zu beantworten und ihnen allenfalls bei der Installation behilflich sein.

DropBox unter Debian Lenny nutzen

Freitag, 03. Juli 2009

DropBoxNebst UbuntuOne gibt es ja noch die DropBox – oder eher umgekehrt. Beides sind “Online-Festplatten” mit einigen Zusatzdiensten, die bis zu einem gewissen Grad kostenlos zu nutzen sind. Bei UbuntuOne steht ja noch der Zugriff via Browser offen, auch wenn man kein Ubuntu 9.04 oder höher nutzt. Die DropBox lässt sich unter Lenny ganz gut nutzen. Dort steht der Zugriff via Browser nicht zur Verfügung, der Client muss also installiert werden. Dafür kann man sich Files in die DropBox mailen, was UbuntuOne meines Wissens (noch) nicht anbietet. Allerdings muss man die DropBox unter Debian manuell installieren, was aber keine grosse Sache ist. Gemäss der readme braucht es die beiden Pakete libnautilus-extension-dev und libnotify-dev. Die reichten aber bei mir nicht aus, um zu “maken”. python-docutils fehlte da bei mir noch. Also habe ich die drei Pakete installiert:

apt-get install libnautilus-extension-dev libnotify-dev python-docutils

Die Source bekommt man natürlich auf der DropBox-Website. Die muss entpackt werden und dann lässt sich die Software wie gewohnt installieren, in dem man in das Verzeichnis der entpackten Dateien wechselt und dann

./configure
make
make install

in der Konsole mit root-Rechten eingibt. Danach erfolgt der automatische Download des Wizards und schliesslich kann man mit der Einrichtung der DropBox beginnen. Läuft prima, auch unter Lenny!

Ob ich nun UbuntuOne oder die DropBox nutze, spielt wohl technisch eine Rolle, philosophisch ist es aber Hans wie Heiri, was ich tue. Denn beide Varianten sind nicht frei und widerstreben mir ein klein wenig. Aber doch zu seicht, als dass ich die Software nicht nutzen würde. Bei UbutuOne gibt es vielleicht auch bald einmal ein “Hack”, um das Teil auch ausserhalb von Jaunty zu nutzen. Aber dort steht ja – wie schon erwähnt – der Zugriff über den Browser zur Verfügung.

Ubuntu One ist da

Dienstag, 23. Juni 2009

Gestern habe ich nun endlich die Einladung für den ClosedSource-Dienst Ubuntu One erhalten. Das ist eine “Online-Festplatte” ganz ähnlich wie die DropBox. Damit lassen sich Daten in der Internet-Wolke ablegen, teilen und verwalten. Nebst dem Clienten, der sich dauerhaft im Systray niederlässt, gibt es auch eine Verwaltung per Browser. Hinter dem Applikation steht Canonical.

In der Community warf der Dienst einige Wellen auf, zumal Ubuntu One nicht unter GPL lizenziert ist. Canonical arbeite zwar mit freier Software, binde sie in ihre Pakete ein, erzeuge aber selbst keine solche Software, sondern sperre den Quellcode ein. Dazu kann man geteilter Meinung sein; ich persönlich finde es mindestens etwas seltsam, dass der Quellcode von Ubutnu One nicht offen steht.

Installiert ist das Teil recht schnell, die entsprechenden Pakete lassen sich direkt ab dem Browser laden und installieren. Ähnlich wie beim Dienst DropBox wird die Ubuntu One-Anbindung direkt im Filesystem gemountet. Allerdings kann man keine Daten direkt in die Wurzel schreiben, bloss in das Verzeichnis My Files.

Ubuntu One

Die Verwaltung per Browser lässt sich ganz einfach und schnell bedienen. Auch so können Files hochgeladen werden und natürlich lassen sich diese auch wieder löschen.

Ubuntu One

Besonders gut gefällt mir die Möglichkeit, Daten zu teilen. Dazu muss man die E-Mail-Adresse des Benutzers kennen, mit der sich jener am Ubuntu One Dienst angemeldet hat. Dieser collaborative Ansatz gefällt mir.

Der Dienst steht noch immer unter dem Label Beta, arbeitet aber schon recht zuverlässig. Wer den Dienst kostenlos nutzen will, darf bis zu zwei GB Platz belegen. Wer mehr verbrauchen möchte, kann bis zu zehn GB Platz horten, die kosten dann aber satte 120 Dollar pro Jahr. Deutlich zu teuer, meine ich. Man darf diesen Batzen einfach als Spende für Ubuntu betrachten, da stellt sich bei mir aber die unfreie Software in den Weg; dafür spende ich lieber nicht.

RoundCube 0.2.1 im Test

Donnerstag, 16. April 2009

RoundCube ist ein feine und schlanke sowie schnelle Weboberfläche, um damit Mails per SMTP zu versenden, beziehungsweise per IMAP zu holen. Die Entwicklung läuft zwar langsam, dafür aber stetig. Das Schweizer Produkt steht mittlerweile bei der stabilen Version 0.2.1, welche ich wieder einmal etwas näher anschauen wollte.

Mein grosses Anliegen bei dieser Software liegt im Adressbuch, bei dem es bisher weder Import- noch Exportmöglichkeiten gab, ausserdem liessen sich die Adressen keinen Gruppen zuordnen. Nun, ein Wunsch ist in Erfüllung gegangen, wenn auch marginal: Adressen lassen sich nun importieren, allerdings erst über das offizielle vCard-Format. Ebenso lassen sich die eingepflegten Adressen über dieses Format exportieren. Leider gibt es aber noch immer keine Gruppenfunktion. Gruppen sind für mich sehr wichtig und gehören in jedes Mailprogramm, gleich welcher Art. Aber bei der tiefen Versionsnummer darf ich sicherlich noch hoffen, dass dereinst auch eine solche Funktion angeboten wird.

Die Installation habe ich ich auf einem lokalen Ubuntu-Server (8.10) bei mir zu Hause vorgenommen. Dazu braucht es lediglich eine laufende Postfix-Installation (oder eine Alternative für IMAP und SMTP-Support), einen Apache-Webserver, PHP und MySQL. Die genauen technischen Anforderungen stehen im Wiki von RoundCube. Wie man sich Postfix zurechtlegt, habe ich hier mal beschrieben. Und selbstverständlich braucht es noch ein Mailkonto, das per IMAP ansprechbar ist; das tun ja mittlerweile die meisten, auch die des Providers.

Das aktuelle Paket muss zunächst heruntergeladen und auf dem Webserver entpackt werden. Mit Vorteil in einen eigenen Verzeichnis oder auf einer Subdomain. Danach kann man die Installation bereits per Browser aufrufen:

http://URL_zum_RoundCube_Verzeichnis/installer

Die Installationsroutine hat sich gegenüber der Vorversionen auch verbessert. Zunächst prüft das Teil, ob alle erforderlichen Features auf dem Server verfügbar sind und gibt eine entsprechende Nachricht aus.

RoundCube Installationscheck

Im nächsten Schritt werden dann alle erforderlichen Werte parametrisiert. Hier lässt sich zum Beispiel eine Default-Domain festlegen oder der anzusprechende SMTP- oder IMAP-Server wird genannt. Auch die Datenbank-Angaben werden hier festgehalten. Es braucht dazu eine Datenbank auf MySQL, SQLite oder PostgreSQL. Vorbereitet wird offenbar eine Anbindung an M$SQL. Im Verzeichnis, das zuvor heruntergeladen wurde, befindet sich ein Unterordner SQL, in dem die Initialisierungsstatements für jeden SQL-Typ zu finden sind. Für MySQL heisst die Datei mysql.initial.sql, welche ausgeführt werden muss. Dazu habe ich phpmyadmin benutzt, den Code in das SQL-Feld der neu angelegten DB kopiert und ausgeführt. Damit werden die nötigen Tabellen und Felder generiert.

RoundCube Installations-Wizard

Zum Schluss spukt der Wizard zwei Files aus, welche dann in das Verzeichnis config auf dem Webserver kopiert werden sollten. Es handelt sich um die beiden Konfigurationsdateien db.inc.php und main.inc.php. Diese lassen sich natürlich auch von Hand nachbearbeiten. Am Ende kann man dann noch die Konfiguration testen und ein Mail versenden sowie den Zugriff auf einen IMAP-Server testen.

Damit ist die Geschichte schon gegessen und man kann loslegen. Allerdings sollte man zuvor noch das Verzeichnis installer auf dem Webserver löschen. Der Aufruf erfolgt ganz einfach über den Browser und liefert zunächst einen Login-Screen. Je nach Konfiguration braucht man hier bloss noch den Alias vor dem @ einzugeben und das Kennwort.

Fertig installiertes RoundCube

Gewohnt flink und rasch liefert RoundCube die Mails. Natürlich kann RoundCube nur so schnell wie der anzuzapfende Mailserver sein, aber in der Regel klappt das bestens. Bei den Einstellungen hat sich auch einiges verbessert. So lassen sich die Dateien im Posteingang packen, die RCF-Version für die Anhänge definieren und weitere Kleinigkeiten. Wichtig hier ist, dass die Namen der Spezialordner mit denen auf dem IMAP-Server übereinstimmen, sonst lassen sich die Mails nicht löschen oder verschieben.

Einstellungen RoundCube

Die Nachrichtenvorschau gibt es schon etwas länger, kann aber gute Dienste erweisen, wenn auch einige Menschen vehement behaupten, dies wäre ein arges Sicherheistrisiko. Wer die Vorschau nicht haben will, schaltet sie in den Einstellungen ab oder erlaubt sie gar nicht erst per main.inc.php.

Alles in Allem bin der Meinung, dass RoundCube 0.2.1 einen zünftigen Schritt vorwärts gemacht hat. Der Webmailer gehört ja schon seit einiger Zeit zu den Rosinen und wird teilweise noch als Geheimtipp gehandelt. Aus meiner Sicht ist RC ein erwachsener Mailclient für den Browser; wer auf Groupware-Features verzichten kann oder will, sollte sich das Teil ansehen.

Ubuntu 8.10 auf eee pc 1000H

Donnerstag, 26. Februar 2009

In den letzten Tagen bin ich zu einem eee pc 1000H gekommen, eines, das mit Linux ausgeliefert wird. Aber das kastrierte Gentoo darauf gefällt mir gar nicht. Deswegen habe ich einmal mehr das gute, alte Ubuntu in der Version 8.10 auf die Hardware gespielt. Per USB-Stick, ging ganz flott und einfach mit dem Tool UNetbootin.

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Das Gerät ist deutlich schneller als die Variante 900, wahrscheinlich auch wegen der “echten” Festplatte, die im 1000H steckt, aber auch Dank dem etwas schnellerem Atom-Prozessor. Ausserdem meine ich, dass der Akku leistungsfähiger ist und länger durch hält, bis zu zweieinhalb Stunden!

Allerdings klappte es diesmal nicht so richtig mit dem linux-backports-module. Ich brachte damit das WLAN nicht zum Laufen. So musste ich erneut auf array.com zurückgreifen und von dort den bereitgestellten Kernel installieren. Dabei habe ich die GRUB so angepasst, dass defaultmässig der array-Kernel bootet. Alles andere läuft tip-top und ohne Beanstandung, auch die Sondertasten. Ist ein feines Teil, das 1000H; ich werde es wohl an die kommenden BarCamps und an die Linux-Tage zu Chemnitz mittragen und damit angeben ;-)