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	<title>ubuntublog.ch &#187; Südamerika</title>
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	<description>Debian und Ubuntu beobachtet</description>
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		<title>Canaima GNU &#8211; ein Linux aus Venezuela</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Feb 2010 10:15:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roman Hanhart</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Rahmen seiner Vorstellungsrunde verschiedenster Linux-Distributionen aus aller Welt stiftete mich der B&#252;rgermeister pers&#246;nlich via identi.ca dazu an, eine weitere Distribution vorzustellen. Da es sich dabei um eine Debian-basierende Linux-Variante handelt, sagte ich gerne zu. Das GNU/Linux nennt sich Canaima, wohl angelehnt an den gleichnamigen Nationalpark in Venezuela. Denn von diesem Land entstammt die in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Rahmen seiner <a href="http://karl-tux-stadt.de/ktuxs/?cat=3" class="liexternal">Vorstellungsrunde verschiedenster Linux-Distributionen</a> aus aller Welt stiftete mich der <a href="http://karl-tux-stadt.de/ktuxs/?page_id=2" class="liexternal">B&#252;rgermeister</a> pers&#246;nlich via <a href="http://identi.ca/thurgau" class="liexternal">identi.ca</a> dazu an, eine weitere Distribution vorzustellen. Da es sich dabei um eine Debian-basierende Linux-Variante handelt, sagte ich gerne zu. Das GNU/Linux nennt sich <a href="http://canaima.softwarelibre.gob.ve/cms" class="liexternal">Canaima</a>, wohl angelehnt an den gleichnamigen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nationalpark_Canaima" rel="nofollow" class="liwikipedia">Nationalpark</a> in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Venezuela" rel="nofollow" class="liwikipedia">Venezuela</a>. Denn von diesem Land entstammt die in spanisch gehaltene Distribution. Venezuela liegt am n&#246;rdlichen Ende des s&#252;dlichen, amerikanischen Kontinents. Nachbarn sind die L&#228;nder Brasilien, Kolumbien und Guyana.</p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:South_America_location_VEN.png" rel="nofollow" class="liimagelink"><img src="http://ubuntublog.ch/wp-content/uploads/2010/02/South_America_location_VEN.png" alt="" title="Venezuela" width="480" height="674" class="alignnone size-full wp-image-7161" /></a></p>
<p><em>Das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:South_America_location_VEN.png" rel="nofollow" class="liwikipedia">Bild</a> stammt von Wikipedia aus dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Venezuela" rel="nofollow" class="liwikipedia">Artikel zu Venezuela</a>.</em></p>
<p>Ganz spannend und nachahmenswert finde ich die politische Haltung von Venezuela in Sachen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Venezuela#Technologieentwicklung" rel="nofollow" class="liwikipedia">Teilen von Wissen</a>. Denn die Regierung hat bereits im Jahre 2004 ein Gesetz erlassen, wonach alle &#246;ffentlichen &#196;mter freie Software der geschlossenen bevorzugen m&#252;ssen, sofern es f&#252;r die jeweilige Aufgabe welche gibt. Innerhalb dieser Philosophie entwickelten das Nationale Zentrum f&#252;r Informationstechnologie (CNTI) ein Linux, welches auf Debian basiert: <a href="http://canaima.softwarelibre.gob.ve/cms" class="liexternal">Canaima GNU</a>.</p>
<p>Auf der <a href="http://canaima.softwarelibre.gob.ve/cms" class="liexternal">Website des Linux-Projekts</a> gibt es nebst Erl&#228;uterungen und Beschreibung, die allesamt in Spanisch gehalten sind, selbstverst&#228;ndlich auch die M&#246;glichkeit, das freie Linux herunterzuladen. Ich habe mich f&#252;r die i386-iso-Datei entschieden, die doch immerhin 1.3 GB schwer ist. Es handelt sich dabei um keine Live-CD, aber eine Installation ist damit im Bootmodus m&#246;glich. Das habe ich mit einer virtuellen Maschine unter der Haube der <a href="http://www.virtualbox.org/" class="liexternal">VirtualBox</a> erledigt. </p>
<p><img src="http://ubuntublog.ch/wp-content/uploads/2010/02/Bildschirmfoto.png" alt="" title="Canaima mit der VirtualBox" width="480" height="311" class="alignnone size-full wp-image-7168" /></p>
<p>Ich habe dazu eine Standard-VM mit 1024 MB fl&#252;chtigem Speicher und einer Festplatte zu 25 GB (dynamisch wachsend) erzeugt. Alle andern Einstellungen liess ich auf default, ausser der virtuellen Grafikkarte spendierte ich noch etwas mehr als bloss ein MB Speicher. Dann schob ich die iso-Datei in das imagin&#228;re DVD-Laufwerk und startete die Kiste. Zum Gl&#252;ck kenne ich die Standard-Installation von Debian auswendig. Denn ich verstehe (fast) kein Wort spanisch und hatte daher den Vorteil, dass ich wusste, welche Fragen wann erscheinen und wie die Antworten aufgelistet sind. Aber manchmal reicht es bei technischen Dingen, die in einer fremden Sprache notiert sind, auch, wenn man bloss ein oder zwei Schl&#252;sselworte versteht, um den Zusammenhang zu kennen. Auf jeden Fall habe ich dann die Installation hinbekommen, das Linux l&#228;uft in Spanisch, obschon ich bei der Installation Deutsch angegeben habe. </p>
<p><em>Nombre completo para el nuevo usuario.</em> Ich verstehe den ganzen Satz, weil der sehr einfach ist und weiss von der Debian-Installation her, dass ich hier den kompletten Namen des ersten Benutzers hineinschreiben soll. Ich empfinde das Spanisch als sehr sympathisch. Die Installation dauerte ungew&#246;hnlich lange und auch der erste Startvorgang brauchte fast zwei Minuten. Danach fuhr ich erst einmal die Updates und installierte die Gasterweiterung f&#252;r die VirtualBox. Canaima/GNU kommt mit <a href="http://www.gnome.org/" class="liexternal">Gnome</a> daher und pr&#228;sentiert sich mit Ausnahme der Icons und dem Hintergrundbild in einem typischen Debian-Bild. </p>
<p><img src="http://ubuntublog.ch/wp-content/uploads/2010/02/image.png" alt="" title="Canaima" width="480" height="388" class="alignnone size-full wp-image-7182" /></p>
<p>Das Linux wurde unter anderem f&#252;r die &#246;ffentlichen Verwaltung geschaffen und so verwundert es nicht, dass per default alle OpenOffice-Pakete installiert sind &#8211; in Spanisch, versteht sich. Dazu kommt noch die Projektverwaltung <a href="http://openproj.org/" class="liexternal">openproj</a>, <a href="http://xchat.org/" class="liexternal">X-Chat</a> und <a href="http://freemind.sourceforge.net/wiki/index.php/Main_Page" class="liexternal">Freemind</a> wie einige Erweiterungen f&#252;r OpenOffice. Ausserdem gibt es ein separates Gnome-Men&#252; f&#252;r Sound-Effekte, was wiederum f&#252;r die Arbeitsfreudigkeit der Venezuelaner spricht. Alles in allem ein rundes, aber etwas tr&#228;ges GNU/Linux, das f&#252;r den Alltag taugen w&#252;rde, spr&#228;che man spanisch. Die ganze Sprachunterst&#252;tzung f&#252;r andere Sprachen fehlt. Die liesse sich wohl nachinstallieren, aber wahrscheinlich zu Lasten der Funktionen und Erweiterungen. Die Macher von Canaima investierten recht viel Zeit f&#252;r das venezuela-spanische W&#246;rterbuch und dessen Integration in OpenOffice und dem Betriebssystem. Auch die Sicherheitsfragen im Gnome-Terminal sind in &#8220;venezuela-Spanisch&#8221; gehalten. Immerhin nutzt bis heute schon &#252;ber ein Viertel der Beh&#246;rden in Venezuela dieses Linux. </p>
<p><img src="http://ubuntublog.ch/wp-content/uploads/2010/02/canaima-pantallazo.png" alt="" title="Canaima" width="480" height="311" class="alignnone size-full wp-image-7191" /></p>
<p>Nach diesem Ausflug zum Canaima GNU habe ich die virtuelle Maschine gek&#246;pft und die Festplatte sowie die iso-Datei gel&#246;scht. Ich mag Debian-basierende Systeme sehr, aber wenn sie in Spanisch daherkommen, bin ich &#252;berfordert. Deswegen kehre ich zur&#252;ck zu &#8220;meinem Ubuntu&#8221; &#8211; in Deutsch nat&#252;rlich. Aber es hat Spass gemacht, einmal mehr etwas anderes anzusehen, das zwar auf der gleichen Philosophie wie Debian basiert, aber aus einer ganz andern Ecke unserer Welt stammt. </p>

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