Mit ‘USB’ getaggte Artikel

Linux Mint LiveCD 64bit startet nicht

Samstag, 12. März 2011

Angeregt durch Dirks Versuche mit Linux Mint habe ich mir die ubuntuasierende Distribution wieder einmal angesehen. Mittlerweile basiert die stabile Version namens Julia auf Ubuntu 10.10, also der aktuellen Version von Ubuntu. Bei der LiveCD in der 64bit-Ausgabe gibt es jedoch einen Fehler beim Booten:

vesamenu.c32 : not a COM32R image

Den Fehler kann man einfach beheben, in dem die Leertaste gedrückt, anschliessend das Wort live getippt und dann Enter gedrückt wird. Damit startet die 64bit-Version von Linux Mint ab einem USB-Stick oder einer DVD/CD. Die Lösung habe ich im Linux-Mint-Forum gefunden.

Linux Mint macht wie immer einen guten Eindruck, läuft stabil und flink. Das tut Ubuntu 10.10 allerdings auch. Ich habe eine Alternative zu Ubuntu gesucht, weil ich vor ein paar Tagen auf die dritte Alpha-Version von Ubuntu 11.04 umgestiegen und dabei nicht zufrieden bin. Natürlich, es ist eine Alpha-Version und nicht für den produktiven Betrieb bestimmt. Allerdings läuft nicht einmal Nautilus fehlerfrei; zurzeit kann man den File-Manager nicht nutzen und das seit vier Tagen. Bislang gibt es von Seiten Canonical keine Lösung dazu.

Update vom 12. März 2011 um 15:30 Uhr

Mint ist aus dieser Sicht kein Ersatz oder eine “wirkliche” Alternative zur Alpha-Version von Ubuntu 11.04. Es ist vielmehr diejenige Distribution, auf die ich zuerst stiess und die ich dann auch genommen habe. Mint basiert auf 10.10, der stabilen Version von Ubuntu und besitzt daher auch keinen “Alpha-Charakter”. Ausserdem sollte man aufgrund einer Alpha-Version nur bedingt Rückschlüsse darauf ziehen, in welche Qualität die finale Version dereinst erscheinen wird. Zwar war es bisher bei Ubuntu schon oft so, dass “gute” Alpha-Version ausgereifte finale Versionen hervorbrachten. Trotzdem würde ich nicht darauf wetten, dass 11.04 gut oder schlecht wird. Ein Flickwerk dürfte es aber schon werden, wenn auch ein schön Zurechtgeschminktes.

Ubuntu 10.10 Alpha 3 bootet nicht

Dienstag, 17. August 2010

Wer in der frühen Phase der Entwicklung der nächstfolgenden Ubuntu-Version Maverick Meerkat 10.10 bereits eine Vorschau wagen oder einen Einblick gewinnen möchte, kann sich ein (fast) täglich neu erstelltes Abbild besorgen und damit seinen Rechner booten. Oder mindestens sollte das so funktionieren. Ich habe mit der ISO-Datei via dem Startmedien-Ersteller einen USB-Stick “betankt” und habe damit meinen Rechner hochgefahren – theoretisch. Denn gleich zu Beginn erschien die Fehlermeldung:

Unkown keyword in configuration file

Der Cursor im Prompt blieb dann bockig stehen. Es half bloss noch das händische Abstellen des Rechners. Ziemlich schnell fand ich dann eine Lösung zu dieser Herausforderung. Auf Launchpad wurde dieser Fehler schon besprochen und die angebotene Lösung hat mir immerhin soweit geholfen, dass der Rechner ab dem USB-Stick starten konnte. Offenbar besteht ein Konflikt mit dem Paket usb-creator-gtk, das Schlüsselwort “ui” wäre der Ausschlag für den Fehler. Lösen lässt sich das Problem ganz einfach mit folgender Zeile im Terminal; der Stick muss dafür eingehängt sein:

sed -i -e 's/ui gfxboot/gfxboot/' /media/USBSTICK/syslinux/syslinux.cfg

Dabei muss USBSTICK mit dem tatsächlichen Namen des betreffenden USB-Sticks ersetzt werden. Somit konnte ich mit dem Stick den Rechner starten, allerdings blieb dann Ubuntu 10.10 mit einem leeren Desktop stehen. Den Start-Jingle habe ich noch gehört, dann war aber Ruhe und Stille. Ich bin dem Problem nicht weiter nachgegangen; es ist ohnehin noch zu früh für mich, um mit 10.10 zu arbeiten. Ausserdem ist ja die aktuelle Version Lucid Lynx eine LTS, was mich unter Umständen dazu bewegt, damit noch etwas länger als nur bis Oktober zu arbeiten. Trotzdem schaue ich mir das Erdmännchen mal etwas genauer an – sobald es auf meiner Hardware läuft – und berichte dann hier darüber.

XFS unter Ubuntu nutzen

Dienstag, 12. Januar 2010

Bei Dirk las ich von seiner neuen USB-Festplatte, welche er als Backup-Medium unter dem Dateisystem XFS einsetzt. XFS ist wohl das einzige Dateisystem, bei dem eine Datei gleich gross sein darf, wie die maximale Grösse einen Datenträgers. Ausserdem bietet es eine ganze Menge Vorteile (beispielsweise lässt es sich im eingehängten Zustand vergrössern), liegt unter GPL und ab dem Linux-Kernel 2.4 ist es praktisch überall einsetzbar. Da ich seit einigen Monaten ebenfalls eine USB-Festplatte mit einer “verkaufstechnischen” Grösse (Die Jungs der grossen Hardware-Distributoren rechnen dezimal bei der Grössenbezeichnung.) von einem TB nutze, wollte ich gerne testen, ob auch ich XFS zum Rennen kriege.

Unter Ubuntu steht XFS von Haus aus zur Verfügung. Allerdings sind standardmässig noch nicht alle Tools installiert. Das ist aber schnell nachgeholt. Zwar sind die nicht unbedingt nötig, aber gewisse Aufgaben lassen sich nur damit ausführen. Achtung: Das Paket xfs ist etwas ganz anderes und muss für das Dateisystem FXS nicht installiert werden. Für XFS gibt es die beiden Programme xfsprogs und xfsdump.

sudo apt-get install xfsprogs xfsdump

Mit xfsprogs können Reparatur- und Verwaltungsaufgaben durchgeführt werden, xfsdump bietet Unterstützung für Sicherungen, Wiederherstellung und Optimierung. Ein Datenträger unter Ubuntu lässt sich mit GPardet GParted auf XFS formatieren. Dabei gehen die bestehenden Daten auf dem zu formatierenden Datenträger verloren. Das ist eigentlich klar, aber besser, es wird noch einmal darauf hingewiesen.

Danach steht das Laufwerk zur Verfügung und kann sogleich eingehängt und benutzt werden. Wer daran interessiert ist, kann sich das Logfile dazu ansehen. Es kann als HTML-Datei abgelegt werden. Falls Verschlüsselung ein Thema ist, so sollte sie gleich zu Beginn eingesetzt werden, sonst muss man noch einmal von vorne anfangen. Ich setze hier keine Verschlüsselung ein. Soweit ich gesehen habe, ist es nicht ohne weiteres möglich, XFS-Partitionen zu verschlüsseln. Auf Datei-Ebene geht es aber allemal, zum Beispiel mit GnuPG.

USB-Laufwerke werden unter Ubuntu automatisch eingehängt und unter /media/DatenträgerName gemountet. Bei mir musste ich auf dem Datenträger noch Rechte vergeben, damit ich darauf schreiben konnte. Danach konnte ich meine Backups darauf schreiben. Sicherungen sind ja wichtig, aber verheissungsvoller sind Wiederherstellungen. Deswegen schreibe ich meine Daten immer 1:1 auf den Datenträger und behalte jeweils zwei alte Versionen. Der Rest wird gelöscht. Daten, die auf der Quelle gelöscht werden sollen, kommen auf der USB-Festplatte in den Ordner Archiv. Zusätzlich nutze ich noch Unison, um meine Daten mit dem lokalen Server zu synchronisieren. Ganz gute Programme sind sbackup oder Back in Time, um das Ganze zu automatisieren und gleichzeitig ein GUI für das Einrichten der Sicherung zu haben.

Der Datenträger läuft ganz ordentlich unter XFS. Probleme könnten auftauchen, wenn der Datenträger zwischen einem 32- und 64bit-System aus angehängt und Daten darauf geschrieben würden. Ich konnte allerdings keine Probleme erkennen. Ich lese und schreibe ab meinem ThinkPad R61 mit Ubuntu Karmic Koala 64bit und auch mit dem EEEPC 1000H und Ubuntu Karmic Koala 32bit. Funktioniert tadellos. Ein Dankeschön geht an Dirk für den Hinweis auf XFS.

Bootabler USB-Stick mit einer img-Datei

Sonntag, 12. Juli 2009

Ubuntu Netbook Remix ist ja die Ubuntu-Version für Netbooks. Ich verwende allerdings die ganz normale Ubuntu-Version für meine Netbooks, da mir der Startbildschirm von der Netbook-Version nicht behagt. Die normale Version von Jaunty Jackalope läuft übrigens “out of the box” bei meinen Netbooks (EEE PC 900 und EEE PC 1000H) und mit einer akzeptabel Performance. Dazu habe ich lediglich noch die Pakete gftp, filezilla, wammu, cheese, gwibber, vlc, bluefish, audacity, gnome-commander, keepassx und thunderbird mit enigmail sowie wie einige Fremdpakete installiert.

Will man nun tatsächlich die Netbook-Version installieren, eignet sich dazu am besten ein USB-Stick als Installationsmedium, da die Netbook-Dinger kein CD-Rom eingebaut haben. Dieser muss natürlich bootable sein, was heute in der Regel kein Problem ist. Aber die Netbook-Version liegt in einer *.img-Datei vor, damit kann der USB-Startmedien-Ersteller, der standardmässig bei Ubuntu mitinstalliert wird, nichts anfangen.

Von Dirk habe ich gestern gelernt, dass es dazu den USB-Imagewriter gibt, welcher mit img-Datein umgehen und daraus einen bootablen USB-Stick zimmern kann. Steht natürlich auch auf ubuntuusers.de geschrieben.

ImageWriter

Installiert wird der ganz einfach über das GUI oder per Konsole:

sudo apt-get install usb-imagewriter

Ist ganz praktisch, dieses Teil und man kann es wohl auch brauchen, wenn man keine Netbook-Version (die es aus meiner Sicht wirklich nicht braucht), sondern etwas anderes auf einen USB-Stick bringen will. Zum Glück lernt man nie aus, sonst würde es langweilig.

Audacity das Holpern austreiben

Donnerstag, 09. Juli 2009

Just heute berichtete ich, wie sich Audacity unter Debian Lenny verhält, wenn ich via USB über meinen H4 Handy Recorder eine Voice-Aufzeichnung vollbringe: Es holpert, Aussetzer sind zu verzeichnen, die Aufnahme kann damit unbrauchbar sein. Der Exorzist Blogger Turicon hat mich mit seinem Kommentar auf die richtige Fährte gebracht, so dass ich mindestens teilweise dem Gebaren Einhalt gebieten und Audacity das Holpern austreiben kann. Er verwies mich nämlich auf die Latenz-Zeit. Diese beschreibt die Zeit, welche eine Anwendung verstreichen lassen darf, bis die Hardware reagieren muss. Geregelt wird diese Zeit üblicherweise durch den Kernel. Bei audacity gibt es dazu jedoch zwei Einträge, die ich mir anschaute.

Audacity Einstellungen

In den Einstellungen von audacity unter dem Titel Audio E/A sind denn zwei Werte festzulegen, die sich bei Debian Lenny folgendermassen präsentierten:

Audio to buffer 100 Millisekunden
Latency correction 0 Millisekunden

Mit diesen beiden Angaben kann ich nicht sehr viel anfangen, offenbar bin ich aber richtig hier, denn unter Ubuntu 9.04 werden diese Werte nach der Standard-Installation teilweise anders festgelegt:

Audio to buffer 100 Millisekunden
Latency correction -130 Millisekunden

Also liess ich den ersten Wert stehen, da er auch bei Ubuntu so verwendet wird, den zweiten korrigierte ich auf -130 Millisekunden. Und siehe da! Die Aussetzer sind weg. Sehr erfreulich. Wahrscheinlich ist das Installationskript von Ubuntu für audacity ausgereifter als dasjenige von Debian. Immerhin weiss ich nun, wo der Fehler zu flicken ist und damit bin ich wieder zufrieden mit dem guten, alten und stabilen Debian.

Danke Turicon für diesen wertvollen Tipp! Du hast mich soeben vor einem vorzeitigen Rückzug in Richtung Ubuntu bewahrt…

Audacity unter Lenny holpert

Donnerstag, 09. Juli 2009

Beim Aufzeichnen eines Podcasts mittels audacity über meinen H4 Zoom Recorder, den ich wie immer über USB an das Thinkpad hänge, kommt es regelmässig zu kurzen Unterbrüchen der Aufzeichnung. Dabei handelt es sich bloss um etwa eine Fünftel Sekunde, ist aber natürlich hörbar. Unter Ubuntu konnte ich das Problem nicht feststellen.

Ich nutze ja die stabile Version Lenny und damit das offizielle Paket audacity in der Version 1.3.5-2+lenny1, allerdings fand ich unter den bekannten Bugs keine Beschreibung, die zu meiner Herausforderung passt. Deswegen weiss ich nun auch nicht, wo ich genau ansetzen soll. Hat es etwas mit der Latenz zu tun oder ist allenfalls ein Buffer dafür verantwortlich?

Audacity

Natürlich könnte ich auch auf den internen Speicher (FlashCard) des H4 aufzeichnen, das will ich aber nicht. Denn dadurch verliere ich die komfortabel Bedienung über das Notebook und müsste dann immer an den H4-Knöpfen herumspielen. Auf jeden Fall ärgert mich dieser Fehler, denn kürzlich habe ich ja damit geblufft, wie performant Debian Lenny wäre. Klar, hier spielen wohl viele Faktoren mit und einfach Debian die Schuld in die Schuhe schieben, scheint zu simpel zu sein. Da audacity unter Ubuntu “sorgenfrei” arbeitet, finde ich Moment keinen andern Sündenbock als Lenny oder die aktuell verwendete Version von audacity.

Ich könnte versuchen, ein neueres Paket von audacity zu nutzen. Lässt sich das Problem nicht lösen, war es das wohl mit Debian. Denn eine andere Software zum Aufzeichnen unserer Podcasts will ich nicht nutzen – schliesslich sagt mir audacity zu – und unter Ubuntu hat die Software bestens funktioniert.

Nachtrag
Dank Turicon habe ich eine Lösung gefunden, die ich in einem separaten Beitrag beschreibe.

VirtualBox unter Debian Lenny und USB

Dienstag, 30. Juni 2009

Mit der VirtualBox arbeite ich schon recht lange und mit damit gut zufrieden. Aus meiner Sicht ist jene Box einer der besten Möglichkeiten, um virtuelle Instanzen auf dem Desktop zu realisieren. Unter Lenny funktioniert natürlich auch die aktuelle Version (2.2.4), allerdings – wie soll es denn auch anders sein – die USB-Anbindung will wieder mal nicht auf Anhieb. Damit ich die Geräte am USB-Port nutzen konnte, musste ich an der Datei mountkernfs.sh im Verzeichnis /etc/init.d/ eine Zeile zusätzlich unterbringen. Die Lösung, welche ich unter Ubuntu angewendet habe, in der in der fstab eine Korrektur angebracht wird, hilft hier nicht.

Also wird die Datei mountkernfs.sh bearbeitet:

gedit /etc/init.d/mountkernfs.sh

und dort die Zeile

domount usbfs usbdevfs /proc/bus/usb usbfs -onodev,noexec,nosuid,devgid=117,devmode=664

gleich nach der Zeile mit dem Inhalt

domount proc "" /proc proc -onodev,noexec,nosuid

eingefügt, wobei der Wert 117 der ID der Gruppe vboxusers entspricht.

Sun VirtualBox

Ja, und nach einem Neustart funktionieren auch die Geräte, welche beim Wirt an den USB-Schnittstellen hängen. Witzig, dass unter Linux jedesmal ein Eingriff nötig ist, so dass die USB-Anbindung funktioniert.

VirtualBox unter Ubuntu 8.10

Dienstag, 06. Januar 2009

Die VirtualBox – ursprünglich aus dem nordischen Deutschland und mittlerweile zu Sun gehörend – ist einer meiner Lieblingsanwendungen unter Ubuntu. Damit lassen sich virtuelle Maschinen erzeugen, beispielsweise ein Windows, um damit (fast) normal zu wirken.

Unter Ubuntu 8.10 (Intrepid Ibex) hat sich ein Fehler breit gemacht, der es einmal mehr verhindert, dass die virtuellen Maschinen eine USB-Verbindung aufbauen können. Zum Glück lässt sich der Fehler sehr einfach beheben. In der fstab muss eine Zeile hinzugefügt werden. Das erreicht man am besten damit:

sudo gedit /etc/fstab

Dann am Ende der Datei diese Zeile einfügen,

#VirtualBox USB-Problem
none /proc/bus/usb usbfs devgid=125,devmode=664 0 0

wobei der Wert “125″ die ID der Gruppe vboxusers ausgibt. Die ID ermittelt man, in dem System / Systemverwaltung / Benutzer und Gruppen aufgerufen und entsperrt wird. In der Gruppensicht findet man dann die Gruppe namens vboxusers.

Benutzer und Gruppen

Unter Eigenschaften ist die ID zu finden. Anschliessend habe ich das System neu gestartet und die Geschichte lief auf Anhieb. Bis jetzt gab es – mit Vorbehalt, dass ich mich irre – noch keine Ubuntu-Version, bei der die USB-Anbindung bei der VirtualBox auf Anhieb lief. Gschäch nüüt Schlimmers! (solange nichts Schlimmeres passiert)

tar-Archive splitten

Montag, 05. Januar 2009

Die Sicherung meiner Dateien erledige ich ganz einfach per Skript und dem Befehl cp. Die wichtigen Daten schreibe ich so auf eine externe USB-Festplatte, zwischendurch noch auf DVD oder CD. Komprimieren mag ich sie nicht, weil ich die Dateien im direkten Zugriff haben möchte. Das ginge ja mit per tar erzeugten Archiven auch fast, aber irgendwie ist das eine Spinnerei von mir. Dazu erzeuge ich jeweils Verzeichnisse, deren Namen das aktuelle Datum abbilden. Das habe ich hier mal beschrieben.

Neulich wollte ich dann aber doch mein gesamtes Heimverzeichnis sichern. Weil das Ding recht gross ist, schien mir das Verwenden eines komprimierten Archivs sinnreich. In meiner kindlichen Naivität befahl ich dann ganz einfach:

tar czf backup.tgz /home/roman/

Das hat natürlich nicht geklappt, obschon kein syntaktischer Fehler vorhanden ist. Das Archiv würde viel zu gross. Deswegen quittierte das Programm die Ausführung mit dem Fehler:

tar: Nicht behebbarer Fehler: Programmabbruch.

Am besten splittet man solche grossen Sicherungen in kleine Teile auf. Mal davon abgesehen, dass es nicht zwingend sinnvoll ist, das gesamte Home-Verzeichnis zu sichern, erreicht man die Splittung per tar ganz einfach. In meinem Beispiel habe ich 2 GB grosse Portionen erstellt:

tar czf - /home/roman/ | split -b2000m - /ZielVerzeichnisDesArchivs/sicherung.tgz

tar legt dann die verschiedenen Teile des Archivs an, welches entweder per Doppelklick der ersten Datei wiederhergestellt oder angesehen werde kann, oder per Konsole mit dem Befehl

tar xzf - < sicherung.tgz*

Sicherung

Im Terminal ist dann während dem Erstellen der Archive folgender Hinweis zu lesen:

tar: Entferne führende „/“ von Elementnamen

Das ist kein Fehler, sondern ein recht sinnreicher “Mechanismus”. Damit wird verhindert, dass beim Zurückspielen einer Sicherung in den Originalpfad das übergeordnete Verzeichnis überschrieben wird, sondern bloss der Inhalt. Will man diese Meldung umgehen, müssten relative statt absolute Pfadangaben im Sicherungsskript verwendet werden.

LifeCam VX-7000 von Microsoft und Ubuntu 8.10

Samstag, 29. November 2008

Vor einigen Monaten erhielt ich im Zuge einer Zusammenarbeit mit einer Agentur, welche die Vermarktung von Microsoft-Hardware in der Schweiz realisierte, eine Microsoft WebCam. Die hat damals nur unter Windows funktioniert, was ich der Kamera auch nicht übel nahm. Denn die LifeCam VX-7000 kam ja aus demselben Haus wie das quellverschlossene Betriebssystem. Dann habe ich die WebCam zur Seite gelegt und nun ist sie mir wieder in die Hände geraten. Und so habe ich sie angeschlossen, ein lsusb befohlen, um zu sehen, ob sie etwas ausspuckt:

Bus 007 Device 002: ID 045e:0723 Microsoft Corp.

Ohne weitere Abklärungen zu treffen, installierte ich Cheese und siehe da, die Kamera funktionierte auf Anhieb! Das hat mich sehr positiv überrascht, hätte ich nicht erwartet.

Ich weiss gar nicht, ob man die Kamera noch erwerben kann, vielleicht gibt es dieses Modell gar nicht mehr im Handel. Auf jeden Fall erzeugt die WebCam recht anständige Bilder und Videos. Klar ist es heute schon fast “normal”, im Notebook oder Netbook die Kamera inkludiert zu haben, bei mir ist das halt beim ThinkPad R61 noch nicht der Fall.

Und so bin ich froh, dass ich damals die WebCam nicht weggegeben oder verschrottet habe. So kann sie immerhin noch ein paar Bilder erzeugen.