Mit ‘Windows’ getaggte Artikel

Thunderbird unter Ubuntu mit Windows

Donnerstag, 10. Februar 2011

Seit geraumer Zeit nutze ich zum Mailen bloss noch das Internet Message Access Protocol IMAP(S). Es ist nicht nur moderner als POP(3), sondern bietet meiner Meinung nach auch mehr Komfort. Obschon sich nicht überall IMAP anwenden lässt und es nicht durch das Band die bessere Wahl ist, mag ich die Art und Weise, wie es arbeitet. Das Postfach auf dem Mailserver wird so eingesetzt, dass es von überall her mit denselben Inhalten bedient werden kann. Das Protokoll selbst gehört schon fast zur Urgeschichte des Internets; 1986 wurde IMAP etabliert. Daneben braucht es noch das Simple Mail Transfer Protokoll SMTP, um Mails zu versenden.

Die beiden quelloffenen Mail-Klienten Clawsmail und Thunderbird mag ich sehr, da sie unter Linux und Windows (Thunderbird dazu noch für den Apfel) zur Verfügung stehen und dort praktisch dieselben Funktionen bereitstellen. In letzter Zeit nutze ich eher den Donnervogel, da er mir etwas besser behagt und äusserlich eher gefällt. Das ist aber reine Geschmackssache und hat wenige mit Rationalität zu tun. Nicht ganz verstehen kann ich, weshalb Canonical noch immer auf Evolution besteht und diesen Giganten nach wie vor in der Standard-Installation mit ausliefert. Evolution ist das Quasi-Mailprogramm von Gnome und schmiegt sich optisch sauber an die Arbeitsumgebung an, trotzdem nutzen es viele nicht. Vielleicht verschwindet es dann doch noch ab der Ubuntu-Version 11.04, wenn Gnome “nur” noch als Unterbau für Unity daherkommt. Ich kenne nur sehr wenige Leute, die Evolution aktiv unter Ubuntu einsetzen.

Thunderbird wie auch Clawsmail kann man sehr gut und einfach wie schnell “pimpen”. Ich brauche nur wenige Erweiterungen und ein Thema, um Thunderbird optisch aufzumöbeln. Eine sehr gute Beschreibung, wie sich der Donnervogel erweitern lässt, ist im Wiki von ubuntuuser.de zu finden. Gerade mal vier Erweiterungen nutze ich zurzeit:

In den Einstellungen vom MinimizeToTray Plus findet sich in der Linux-Version ein witziger Hinweis, dass es offenbar auch noch andere Betriebssysteme auf dieser Welt gäbe:

Ausserdem vergesse ich bei jeder Neuinstallation das Paket libnotify-bin, welches es für den Thunderbird Indicator braucht, zu holen. Ich merke es jeweils erst, wenn mich mein Linux zurechtweist.

Das fehlende Stück Software kann man ganz leicht mit der Konsole nachreichen:

sudo apt-get install libnotify-bin

Dann funktioniert auch die Benachrichtigung für neue Nachrichten über den Indicator. MinimizeToTray Plus habe ich übrigens so eingestellt, dass sich der Thunderbird beim Schliessen über das X am linken Fensterrand nicht verabschiedet, sondern er verharrt stattdessen im Infobereich und wartet der Mails, die da kommen. Für Clawsmail gibt es Erweiterungen, die das selbe auch können.

Ich bin gespannt, welche Erweiterungen Du einsetzt. Manchmal stösst man beim Austauschen dieser Informationen auf Rosinen.

Zurück zu Ubuntu

Donnerstag, 30. Dezember 2010

Während einiger Wochen nutzte ich auf meinem ThinkPad R61 Windows 7 in der 64bit-Version. Unter anderem zur Vorbereitung unserer nächsten Folge von DeimHart, welche am kommenden Montag veröffentlicht wird. Wir sprechen dort über die Verwendung von OpenSource-Software unter Windows. Eigentlich wollte ich die 21. Folge noch mit Windows schneiden, aber ich hielt nicht mehr durch. Windows musste so rasch wie möglich von der Platte. Nicht etwas, weil Windows nicht brauchbar wäre; das ist es sehr wohl. Sondern weil mir die Arbeit mit Windows keinen Spass macht. Das mag seltsam, eigenartig und engstirnig klingen.

Es ist ein ganz anderes Arbeiten mit freier Software. Erklären kann ich definitiv nicht, weshalb das so ist. Es geht nicht nur um Fakten, um die Bedienung und um die Prozesse, wenn Fehler entdeckt (und gemeldet werden können). Es ist im Bauch versteckt, das Gefühl, dass freie Software mehr Spass macht. Offenheit ist ausserdem in fast allen Lebensbereich vorteilhafter als Verschlossenheit und ganz bestimmt bei Software. Und so bin ich wieder zufrieden und ausgeglichen mit “meinem” Maverick Meerkat. Jedem das Seine und mir mein Linux.

Gratis zum perfekten PC – Freeware statt OpenSource

Montag, 25. Oktober 2010

Seit einiger Zeit führt das renommierte Blatt Neue Zürcher Zeitung in der Online-Variante eine Rubrik namens Digital. Bisher vermisste ich diese Sparte; sie war zwar unter dem Begriff Medien vertreten, aber nicht explizit gekennzeichnet. In eben jener Sparte las ich just über das Thema “Grosses Sparpotenzial bei Computer-Software“. Andreas Hirstein schrieb diesen Artikel. Dabei geht es um kostenlose Software, offenbar ganz im Sinne der heutigen Konsum-Gesellschaft. Denn die Bezeichnung OpenSource oder freie Software wird nicht einmal erwähnt; einzig der Begriff offenes Projekt fällt ausgerechnet im Zusammenhang mit OpenOffice und Oracle.

Immer noch sind Windows-Benutzer hier im Vorteil. Für das Apple-Betriebssystem OS X ist das Angebot an Freeware deutlich kleiner, und häufig müssen Mac-User sich mit älteren Programmversionen und weniger Funktionen begnügen, zum Beispiel beim Telefonieprogramm Skype. Den gleichen Nachteil müssen Linux-Aficionados in Kauf nehmen.

Immerhin werden wir noch als Aficionados bezeichnet, was die Sache aber nicht besser macht. Denn ausgerechnet bei jenem “Betriebssystem” – ich erlaube mir, in diesem Zusammenhang die Summe aller Linux-Distributionen und Derivate als Betriebssystem zu bezeichnen – also dort, wo die Anzahl wirklich freier und offener Programme am höchsten ist, entschwindet Herrn Hirstein das Wissen. Schade. Denn es geht ja nicht nur um gratis und kostenlos, sondern darum, dass Wissen sich nur dann ausdehnen kann, wenn es frei verfügbar ist. Dem Umstand, dass das ein “NZZler” nicht auf Anhieb erfassen kann, was tatsächliche Freiheit ist, sollte ich mit einer gewissen Grösse begegnen. Wir alle lernen jeden Tag, bloss nicht immer das Richtige.

Die Vorteile von OpenSource, egal ob sie nun unter GPL oder einer andern Lizenz verfügbar ist, muss ich hier nicht extra erwähnen; das wäre Wasser in den Rhein getragen. Es ärgert mich einfach immer wieder, dass die klassischen Medien keinen Millimeter von ihrem Weltbild abrücken und freie Software – und damit die Idee und die Philosophie inklusive der Menschen, die sich darin aufhalten und sich selbst sowie die Projekte weiter entwickeln – totschweigen. Genau der Artikel von Herrn Hirstein wäre optimal dazu, mit einem oder zwei Sätzen dazulegen, was offene und freie Software ist. Und ganz interessant dürfte die Tatsache sein, dass frei nicht zwingend gratis bedeutet. Hier geht es zum Artikel von Herrn Hirstein.

Und ihm, also Herrn Hirstein, empfehle ich das Buch Anarchie der Hacker von Christian Imhorst. Wesentliches zum Thema OpenSource kommt dort zum Ausdruck.

armagetron(ad) unter Windows

Freitag, 06. August 2010

Vor einiger Zeit berichtete ich hier, wie leichtfüssig sich das Spiel armagetronad auf Ubuntu spielen lässt, auch im Netzwerk. Wir spielen das Game ab und zu zu Hause im LAN. Mein liebliches Notebook aus dem Hause ASUS mit der Bezeichnung 1101HA macht mir noch immer Sorgen, da es unter Ubuntu nicht recht laufen will. Die Lösung dazu habe ich hier mal beschrieben, zufrieden bin ich aber nicht damit. Die Grafik reagiert “ruckelig” und ist langsam. Aufgrund der fehlender Treiberunterstützung für den Grafikchip aus dem Hause Intel für Linux muss ich in diesem Fall feststellen, dass Windows das geeignetere Betriebssystem für dieses Gerät ist. In der Not frisst der Teufel Fliegen nutzt der User Windows.

Unter Windows sind denn auch alle Treiber verfügbar und die Akku-Laufzeit ist um einiges höher als unter Linux. Insofern bestehen einige Vorteile, die ich nicht missen möchte. Dafür durfte ich wieder einmal erfahren, wie komfortabel doch eine übergreifende Paketverwaltung ist, die es eben bei Windows nicht gibt. Die Installation ist eine Prozedur und benötigt nach meiner Meinung viel zu viel Zeit. Darüber wollte ich aber gar nicht schreiben und erst recht nicht jammern.

Ich stellte nämlich ganz verdutzt fest, dass unser Lieblingsspiel auch unter Windows verfügbar ist. Armgetron gibt es auch für das Fenster. Und ganz überrascht stellte ich dann fest, dass sich das Spiel auch im gemischten Betrieb – also unter Linux- und Windows-Rechner – im LAN spielen lässt. Und dabei ist es nicht einmal erheblich, welcher Rechner welche Rolle übernimmt.

Sowohl der Ubuntu-Rechner als auch der Windows-Rechner können abwechslungsweise die Serverrolle oder den Klienten spielen. Und das Spiel funktioniert einwandfrei. Für manch Einer mag das nicht überraschend wirken, für mich ist das fantastisch.

Das soll kein Plädoyer für Windows sein, sondern vielmehr der Ausdruck an der Freude, dass OpenSource-Projekte in der Plattformunabhängigkeit wirklich vorne mitspielen. Vielleicht ist gerade diese Unabhängigkeit für viele von uns schon selbstverständlich geworden. Da steckt aber eine Menge Arbeit und damit auch oft Freizeit dahinter. In diesem Sinne bedanke ich mich bei den Entwicklern dieses Spiels ganz herzlich.

Betreffend der Plattformunabhängigkeit möchte ich noch anfügen, dass ich unter Windows gerne auch die folgende Applikationen nutze:

TuxPaint unter Windows

Montag, 04. Januar 2010

Mittlerweile gibt es ja schon ein paar Applikationen aus dem Linux-Umfeld, die auf Windows portiert wurden. Spontan denke ich da an gedit oder Pidgin und an GIMP. In diese Kategorie fällt auch das Kinderzeichnungsprogramm TuxPaint. Bei der Windows-Version bin ich auch auf die Rubber Stamps gestossen, die optional installiert werden können, um mehr Effekte zur Verfügung zu haben. Die gibt es auch unter Linux: dort heisst das Paket bei Ubuntu tuxpaint-stamps-default. Während dem bei Windows das Konfigurationsprogramm im Setup-Paket enthalten ist, muss es unter Ubuntu noch zusätzlich installiert werden. Das Paket heisst dort tuxpaint-config. Aber ansonsten bedient sich das Programm auf beiden Plattformen in etwa gleich. Es gibt natürlich auch eine Version für den Apfel-Rechner.

Wir nutzen ja seit Neuestem nebst vier Ubuntu-Rechnern eine Windows-Installation bei uns zu Hause. Keine Angst, das tut nicht weh und führt auch nicht zu Durchfall. Windows ist gar nicht so schlecht wie sein Ruf; bei mir stimmt einzig die Philosophie der Wissensteilung nicht mit meinen Idealen überein und ich vermisse einen system- und applikationsübergreifenden Update-Mechanismus. Der Rest ist meiner Ansicht nach – bis auf den Sicherheitsgedanken – Geschmackssache; mindestens mehr oder weniger. Und unser Ruben nutzt ab und an Windows, obschon er lieber Ubuntu einsetzt. Wohl wegen Mami und Papi, die beide auf Linux arbeiten. Dabei hat sich Ruben beim Einrichten des Druckers für TuxPaint vertan und einen falschen Drucker ausgewählt. Ist der einmal ausgewählt, lässt er sich nicht mehr wechseln. Beim Drucker-Dialog erscheint dann nicht wie sonst üblich zunächst die Druckerauswahl, sondern bloss noch die Rückfrage, ob man wirklich drucken will. Die Einstellungen zum Drucker liegen in einer Datei, welche TuxPaint jedesmal liest, um zu drucken. Jene Datei liegt im Benutzer-Verzeichnis:

C:\Dokumente und Einstellungen\Benutzer\Anwendungsdaten\TuxPaint\print.cfg

Die print.cfg Datei kann könnte man nun anpassen. Da sie nicht ohne weiteres mit einem Editor zu bearbeiten ist, lösche ich sie kurzerhand und damit folgt dann beim nächsten Druckauftrag erneut die Auswahl, welcher Drucker benutzt werden soll. Und damit ist das Zeug wieder gefklickt.

Ich finde es brillant, dass OpenSource-Projekte nach Windows portiert werden, um auch dort den Gedanken der freien Software zu platzieren. ClosedSource und OpenSource können so in einer “friedlichen Koexistenz” nebeneinander betrieben werden.

Wowwee Rovio und Linux

Dienstag, 29. Dezember 2009

Unser Ruben bekam zu Weihnachten einen weiteren Roboter für seine inzwischen arg angewachsene Sammlung. Am liebsten mag er die Produkte aus der Wowwee-Reihe, die sind qualitativ in Ordnung und vor allem sind sie keine Kriegsspielzeuge. Diesmal erfreute sich der kleine Junge am Rovio, einen Überwachungsroboter für Kinder jeden Alters. Das Spielzeug kommt mit einer WLAN-Anbindung daher, die zur Konfiguration auch eine adhoc-Verbindung akzeptiert. Gesteuert wird das Teil dann über das lokale LAN oder alternativ über WAN mit einem Browser. Bis hierher wäre alles fein und gut.

Leider wird der Audiostream in beide Richtungen (der Rovio besitzt ein Lautsprecher und ein Mikrofon) über eine active-X-Komponente gesteuert, die es halt nur für Micro$oft-Browser gibt. Auch Mac-User, für die es eine Installationssoftware gäbe, gehen leer aus und können keinen Sound empfangen und auch keine Lautsprache an den Roboter senden, obschon er dereinst einmal eine Übersetzung der active-X-Komponenten für den Mac gab.

Unter Ubuntu läuft alles, ausser eben die Übertragung der Aufnahmen vom Mikrofon des Roboters und in umgekehrter Weise. Das ist sehr schade und so überlegten wir uns, ob wir allenfalls unseren EEEPC 1101HA umnutzen und ein Windows installieren sollten. Das Netbook läuft zwar unter Ubuntu ordentlich, leider fällt regelmässig die WLAN-Verbindung aus und den 3D-Desktop brachte ich auch nicht zum Rennen.

Also besorgte ich ein externes CD/DVD-Gerät, das per USB an das Netbook gehängt und dann damit gebootet wird. Die DVD vom EEEPC-Hersteller startet mit Ghost und bringt für Windows-Verhältnisse das Betriebssystem recht schnell auf die Platte; mit allen Treibern. Das erleichtert die Sache sehr. Danach führte ich die obligaten Updates durch und installierte CalmWin. Ansonsten liess ich das Teil so, wie es ab der DVD installiert wurde. Die 30- oder 60-Tage Testversionen für irgendwelchen Norton-Tools und Microsoft Office nutze ich nicht.

Sobald ich dann Rovio per Browser ansteuerte und das active-X-Teil installierte, lief alles auf Anhieb. Die Umgebungsgeräusche vom Rovio werden an das Netbook übertragen und umgehrt lässt sich der Rovio als schwaches Megaphone ab der Quelle Netbook nutzen. Das ist es, was wir wollten.

Mich ärgert zwar, dass der Rovio mit Linux nicht vollständig nutzbar ist, viel mehr aber gibt mir zu denken, dass wir es offenbar noch immer nicht schaffen, browsergesteuerte Hardware so zu konfektionieren, dass sie plattformunabhängig betrieben werden kann. Dass wir in diesem Punkt noch nicht so weit sind, stösst an ein Unvermögen der Industrie und teilweise auch der Gemeinschaft der OpenSource-Welt.

Dass ich auf meinem Netbook nun Windows nutze(n muss), stört mich nicht wirklich stark. Immerhin ist ja eine Lizenz für XP mit dabei und die Installation verlief recht flott und gut. Freilich, ich setze viel lieber freie Software ein, das heisst aber nicht, dass ich alles andere verteufeln will. Ausserdem scheint beim Gerät EEEPC 1101HA jene verbauten Teile besser bei Windows als bei einem Linux aufgehoben zu sein. Die Hardware wird sauber erkannt, die Treiber installiert und die WLAN-Verbindung läuft nun auch stabil. Nun haben wir wieder ein Windows-Rechner in unsrem Haushalt – nebst vier Ubuntu-Installationen.

UNC-Verbindung über DNS-Alias schlägt fehl

Dienstag, 24. November 2009

Ich nutze gerne CNames (Alias) auf dem DNS, um auf einen Host zuzugreifen. Damit lässt sich das Ziel recht einfach umlenken, wenn einst der betreffende Host nicht mehr verfügbar ist oder ersetzt wird. Wird ein solcher CName auf einen Windows 2000 oder 2003 (bei 2008 weiss ich es nicht) gesetzt und versucht man nun, per Samba auf einen Freigabe über den Alias zuzugreifen, liefert das Protokoll eine Fehlermeldung, statt mit dem Server zu verbinden. Das gleiche passiert auch unter Windows. Schuld daran ist der Lanman-Server, der standardmässig angewiesen wird, nur auf Servernamen zu antworten, die in den ServerParameters eingetragen sind. Eigentlich ist das eine sinnvolle Sache.

Die einfachste Lösung, um das Problem zu beheben, besteht darin, auf dem Zielhost, also auf dem Gerät, auf das der Alias zeigt, einen Registry-Eintrag zu erzeugen. In diesem Baum soll ein weiterer Eintrag erstellt werden:

HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Services\LanmanServer\Parameters

Es handelt sich um den Typ REG_DWORD, der Name des Eintrages heisst DisableStrictNameChecking, Basic ist auf Decimal gestellt und der Wert muss 1 sein. Leider Gottes muss nach dieser Umstellung der Server neu gestartet werden, damit der Server nachher auf den Alias antwortet. Ich fand bisher keine andere Lösung als ein Neustart, vielleicht taucht noch eine auf. Der entsprechende Knowledge-Base-Eintrag von Microsoft ist hier zu finden.

Alternativ kann man Windows auch anweisen, auf mehrere NETBIOS-Namen zu hören. Diese Namen werden ebenfalls in der Registry gesetzt. Der zuvor beschriebene Eintrag braucht es aber trotzdem, um die restriktive Prüfung der eigenen Namens zu deaktivieren. Eine Beschreibung dazu gibt es hier.

PDF-Dateien mit PHP erzeugen

Freitag, 13. November 2009

fpdffpdf ist eine ganz feine Sache, um per PHP PDF-Dateien zu erzeugen. Die deutsche Dokumentation ist ganz gut ausgebaut; damit kam sogar ich klar. Ausserdem läuft das Teil ohne zu Murren, auch auf einem Windows-Kessel, sogar mit dem IIS zusammen. Da fpdf so breit parametrisierbar, ist, kann es nahezu für fast alle Aufgaben im Zusammenhang mit PDF erstellen, eingesetzt werden. Toll finde ich, dass man das erzeugte PDF speichern und/oder direkt öffnen kann Bisher kannte ich fpdf noch nicht. Das f steht übrigens für free.

FPDF ist eine PHP Klasse die das Erzeugen von PDF Dokumenten auf Basis von PHP ermöglicht, genaugenommen ohne die Verwendung von PDFlib. Der Vorteil gegenüber PDFlib ist, dass für eine kommerzielle Nutzung von PDFlib eine Lizenzgebühr verlangt wird, FPDF jedoch sowohl für die private als auch die kommerzielle Nutzung kostenlos ist. Sie können es nach Ihrem Belieben anwenden und nach Ihren Bedürfnissen anpassen um Ihre Anforderungen zu erfüllen.

Mit den zur Verfügung stehenden Funktionen lässt sich fast alles erzeugen. Da sich fpdf mit PHP nutzen lässt, kann man natürlich auch ganz einfach dynamische Inhalte, beispielsweise ab einem MySQL-Server, problemlos einbinden. Es hat mir Spass gemacht, diverse Aufgaben damit zu lösen, in deren Lösungen PDF-Dateien mit Inhalten aus einer Datenbank erzeugt werden.

Wer bootet schneller?

Mittwoch, 04. November 2009

Während den letzten Tagen (und Wochen) diskutierten vielerorts diverse Benutzer über die Dauer, die ein Computersystem zum Starten braucht. So bin ich gestern bei Dirk auf ein Filmli gestossen, welches er seinerseits beim TuxRadar-Blog gefunden hat.

Link zu YouTube

Auch an unserer Ubuntu-Party in Andelfingen haben wir das Thema angesprochen. In der kurzen Zusammenfassung im ShortCast auf DeimHart kommt das auch zum Ausdruck. Daniel Stoni sprach vor allem darüber und hielt fest, dass die Absicht, eine möglichst kurze “Bootzeit” zu realisieren, vor dem Hersteller getrieben würde, dessen Betriebssystem am häufigsten neu gestartet werden müsse. Klingt nachvollziehbar. Das war aber wohl nicht alles, denn offensichtlich ist auch Canonical sehr daran interessiert, die Sartzeit von Ubuntu und den Derivaten kurz zu halten. Und offensichtlich sind es auch die Nutzer. Man sprach ja diesbezüglich von einem angestrebten Wert unter zehn Sekunden.

Wie dem auch sei; die Zeit, welche eine System zum Booten braucht, ist für mich eher unerheblich, solange sie erträglich ist. Eine kurze “Startzeit” ist wohl toll und schön, aber nicht essentiell. Es ist eher ein “kosmetischer Wert”. Da sind für mich vorher andere “Dinge” wie Stabilität und Sicherheit, Kontinuität sowie Konsistenz wichtiger. Und trotzdem freut es mich, wenn Karmic Koala mit ungefähr 40 Sekunden inklusive Autologin und Browser-Start das Rennen gewinnt. Und wem die Dauer des Startes von Ubuntu wirklich am Herzen liegt und darin eine Essenz findet, dem dürften wahrscheinlich auch diese 40 Sekunden noch viel zu lange sein.

VirtualBox – Installation, Anwendung, Praxis

Mittwoch, 23. September 2009

Unter dem Titel VirtualBox – Installation, Anwendung, Praxis schrieb Dirk Becker ein Fachbuch zur mittlerweile recht beliebten Desktop-Virtualisierungssoftware VirtualBox. Das Buch ist ganz frisch im Verlag Galileo Computing erschienen, stellt auch Informationen zur Virtualisierung von Windows 7 zur Verfügung und bietet das Galileo Buch Update an. Auf 321 Seiten sind die Informationen zur VirtualBox niedergeschrieben; vom Verlag habe ich ein Rezensions- oder Presse-Exemplar erhalten.

Das Buch beginnt mit einer persönlichen Vorstellung des Autors. Etwas ungewohnt, aber ganz sympathisch, finde ich. Dann folgt eine kurze, aber prägnante Einführung in die Hardware eines PCs, quasi als Vorbereitung, um die Virtualisierung eines Rechners besser verstehen zu können. Anschliessend nennt Dirk Becker die Vor- und Nachteile der Virtualisierung und zeigt die verschieden Arten auf, wobei er auch ganz kurz auf die jeweiligen Produkte wie Xen oder VMWare eingeht.

Gleich zu Beginn des Buches kommt meiner Meinung nach der Unterschied zwischen der OSE und der “normalen Version” von der VirtualBox ganz gut zur Geltung. Aber auch das, was die VirtualBox nicht kann oder wozu sie nicht entwickelt wurde, wird deutlich herausgestrichen.

VirtualBox

Dann geht es an die Praxis, der Autor geht auf die Installation unter Windows und Linux ein. Durch das ganze Buch führt Dirk Becker jeweils die Windows und Linux-Varianten auf und erklärt das Vorgehen bei diesen beiden Betriebssystemen. Mac-User können das Buch zwar auch nutzen, da vieles gleich oder ähnlich ist, wirklich auf Macs geht aber der Autor nicht ein.

Spannend wird es für mich im Bereich der Kommandozeilen, wo VBoxManage zum Einsatz kommt, aber auch VBoxSDL finde ich eine feine Sache. Damit lassen sich virtuelle Maschinen flüchtig konfigurieren; beim Abschalten nehmen sie den ursprünglichen Zustand wieder an. Dann bespricht der Autor den Aufbau einer virtuellen Instanz, geht auf die Hardware (und deren virtuellen Abbildungen) ein, zeigt die Netzwerkkomponenten und bietet ein Kapitel zu den Gasterweiterungen an.

In den Praxisbeispielen findet sich eine Fülle an Tipps und Tricks, aber auch ganz “normale” Anleitungen, beispielsweise die Anwendung einer Netzwerkbrücke unter Windows 7 oder das Einrichten eines internen Netzwerkes mit virtuellen Maschinen, oder wie die VirtualBox als Server betrieben werden kann. Hier kommt allerdings deutlich zur Geltung, dass sich der Serverbetrieb bloss für die private Nutzung eignet; im professionellen Umfeld sollten andere Produkte angewandt werden. Weiter kommt der Manager für virtuelle Medien zur Sprache, die Nutzung von Snapshots bildet ein eigenes Kapitel, gemeinsame Ordner stellen ein Thema, die 3D-Beschleunigung wird besprochen und die Verwendung von mehreren Monitoren kann man nachlesen. Zu den seriellen Schnittstellen, der USB-Anbindung, zum Portforwarding gibt es je ein Unterkapitel, schliesslich geht es noch um das Klonen und um die Datensicherung. Ebenfalls lesenswert ist die Beschreibung, wie per VBoxHeadless eine Sitzung aufgezeichnet und wiedergegeben wird.

Dem Thema Migration und Import wird viel Platz gewidmet, wer die VirtualBox produktiv nutzen will, sollte dazu eine saubere Lösung parat haben. Falls Probleme auftauchen, ist ebenfalls ein Kapitel dazu erstellt worden. Dort fand ich auch die Lösung zum USB-Problem unter Linux, wie ich sie hier beschrieben habe.

Zum Schluss folgt das Kapitel Kommandozeilentools, das in Ergänzung zu den vorhergehenden Kapiteln eine Bereicherung und Vertiefung darstellt und dann fügt sich das obligate Stichwort-Verzeichnis, welches in einem solchen Buch von Vorteil sein dürfte, an.

Anfangs hatte ich etwas Mühe, mich im Aufbau des Buches zurechtzufinden, habe mich aber schnell eingearbeitet. Dirk Becker nutzt ein angenehmes, lockeres und zugleich treffsicheres Deutsch, das sich bequem lesen lässt. Das Buch richtet sich an Ein- und Umsteiger. Meiner Meinung nach können aber auch erfahrene Benutzer der VirtualBox noch einige Tipps oder Tricks in diesem Buch finden, besonders aus dem Bereich der Kommandozeilentools. Den Spagat, den Dirk Becker mit diesem Werk versucht hat, scheint fast gelungen zu sein. Denn einerseits erklärt der Autor mit einer Engelsgeduld, wie unter Windows eine Applikation in die Variable Path eingetragen wird, und schildert andererseits den Einsatz der VirtualBox als Server. Es sind also Informationen für Einsteiger und Profis vereint in einem Buch zu finden. Wer weiss, vielleicht setzt sich Dirk noch einmal hin und schreibt ein Werk für Menschen, die noch mehr über das Innenleben der VirtualBox erfahren möchten.

Ich fand einige Überraschungen in diesem Buch, wozu die VirtualBox fähig ist und was man mit dem Teil alles anfangen kann. Der Titel ist unter der ISBN 978-3-8362-1374-5 für knapp 35 Euro im Handel erhältlich.