Die Super Grub 2 Disk über PXE

Im August berichtete ich bereits, in Form eines kleinen Artikels, über die Super Grub Disk. Gegen Ende des Eintrages erzählte ich davon, dass es möglich ist, die Super Grub (2) Disk über das Preboot Execution Environment zu laden.

Dazu sollte erst eine funktionsfähige Umgebung für einen erfolgreichen Start über PXE aufgebaut werden. Unter wiki.ubuntuusers.de/PXE-Boot ist sehr schön beschrieben, wie dabei vorzugehen ist.

Die aktuelle Version der Super Grub 2 Disk liegt als .iso-Datei vor. Um das Speicherabbild direkt starten zu können, benötigen wir MEMDISK. MEMDISK ermöglicht einem ein Legacy Operating System direkt zu starten. Die bereits kompilierte Datei lässt sich im SYSLINUX-Paket unter ./memdisk/memdisk finden. Diese Datei habe ich in das TFTP-Rootverzeichnis gelegt.

Weiter habe ich mir das “Super Grub 2 Disk”-Abbild besorgt und in den Unterordner “tools” im TFTP-Rootverzeichnis gelegt. Zu finden ist dies auf der Herstellerseite supergrubdisk.org.

Nun fehlen nur noch die Einträge für einen neuen Menüpunkt in der Konfigurationsdatei (z.B direkt in der “default”-Konfiguration) von PXELINUX.

label supergrubdisk
menu label super grub 2 disk
kernel memdisk
initrd tools/supergrub2disk.iso
append iso raw

Das Rootverzeichnis sieht bei mir nun so aus:

|-- memdisk
|-- pxelinux.0
|-- pxelinux.cfg
|   `-- default
|-- tools
|   |-- memtest86+
|   `-- supergrub2disk.iso
`-- vesamenu.c32

Dieses kleine Tool hat mir schon öfters weiter geholfen, wenn mal wieder jemand ungefragt meinen Master Boot Record überschrieben hat. Mithilfe von PXE ist es zusätzlich noch überall im Netzwerk verfügbar und so muss nicht erst ein Speichermedium gesucht und beladen werden.

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