Ein WebDAV-Verzeichnis mounten

WebDAV-Verzeichnisse sind oft eine gelungene Lösung, um Dateien auf einen fremden Host zu übertragen. Wikipedia gibt dazu folgende Auskunft:

Technisch gesehen ist WebDAV eine Erweiterung des Protokolls HTTP/1.1, die bestimmte Einschränkungen von HTTP aufhebt. Bisher kennt man aus Online-Formularen meist nur die Möglichkeit, einzelne Dateien hochzuladen (HTTP-POST). Mit WebDAV können ganze Verzeichnisse übertragen werden. Zudem ist eine Versionskontrolle spezifiziert.

Um ein solches Verzeichnis per Konsole zu mounten – am besten in das Verzeichnis /media/, damit zugleich eine Ikone auf dem Desktop angelegt wird – braucht es meist noch das Paket davfs2.

sudo apt-get install davfs2

Danach wird im Verzeichnis /media/ ein entsprechendes Mountverzeichnis angelegt, in dem dann die WebDAV-Verbindung realisiert wird:

sudo mkdir /media/VerzeichnisName

Jenes Verzeichnis sollte dann mit den Rechten versehen werden, so dass die oder der Benutzer allenfalls darin schreiben dürfen. In diesem Fall bekommen alle Benutzer Lese- und Schreibrechte:

sudo chmod 0766 /media/VerzeichnisName

Wird dieser Befehl vergessen, kann das Laufwerk zwar gemountet werden, aber niemand ausser root darf darin schreiben – danke Hampa!

Nun kann das Verzeichnis gemountet werden, so dass es sich (fast) wie ein lokales Laufwerk bedienen lässt:

sudo mount -t davfs https://www.zieladresse.ch /media/VerzeichnisName/

Jetzt können Daten auf das Verzeichnis per Drag and Drop verschoben werden, so wie es ein lokales Medium wäre. Die Technik verwendet einen Cache-Speicher zur Beschleunigung. Natürlich kann man sich das Ganze auch grafisch mit dem Nautilus einrichten, das geht im Gnome Menü unter Orte / Verbindung zu Server…

Falls das Verzeichnis dauerhaft eingebunden werden soll, bietet sich eine Lösung mit der Datei fstab an. Beschrieben wird das Vorgehen auf ubuntuusers.de.

Um das Verzeichnis wieder sauber auszuhängen, muss wieder ein Befehl per sudo abgesetzt werden:

sudo umount /media/VerzeichnisName

Es kann allenfalls einen Moment dauern, bis das Laufwerk ausgehängt wird, da der Cache je nach dem noch übertragen werden muss.

Um selbst ein WebDAV-Verzeichnis anzubieten, liest man sich am besten das Dokument auf ubuntuuser.de durch. Dort wird ein Beispiel an einem Apache-Server beschrieben.

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15 Kommentare to “Ein WebDAV-Verzeichnis mounten”

  1. hampaNo Gravatar schrieb:

    Na, na, na! Nur nicht zuviel des Lobes. Du hast vergessen zu schreiben, dass ich derjenige gewesen bin, der Dich fragen musste, wie man so ein WebDAV Verzeichnis überhaupt ins Dateisystem einhängt. :o )

  2. Leser123No Gravatar schrieb:

    Istmir zu kompliziert werde wieder windows installieren da kann man das ganz einfach über die grafische Oberflächer dauerhaft mounten.

    Warum muss unter linux alles immer so furchtbar kompliziert sein ???

  3. Roman HanhartNo Gravatar schrieb:

    @Leser123: Das kannst Du bei Linux auch. Habe ich ja beschrieben:

    Natürlich kann man sich das Ganze auch grafisch mit dem Nautilus einrichten, das geht im Gnome Menü unter Orte / Verbindung zu Server…

  4. Antonio MartinoNo Gravatar schrieb:

    Es hat (fast) alles funktioniert. Das Problem ist, ich kriege eine “Zugriff verweigert” wenn ich versuche Dateien zu kopieren oder neue Verzeichnisse einzulegen. Übrigens, ich habe meinen GMX MediaCenter eingebunden. Ich habe alles mit den Terminal, so wie du geschrieben hast, erledigt, und dann mit den “GNOME Commander” versucht Dateien hochzuladen bzw. neue Ordner zu erstellen.

  5. Roman HanhartNo Gravatar schrieb:

    Antonio, der Mountpoint muss die Rechte ausweisen, so Du darauf zugreifen und schreiben kannst. Das vergisst man gerne.

  6. Antonio MartinoNo Gravatar schrieb:

    Ja mitlerweile geht es auch, zumindest sporadisch. Liegt vieleicht daran das 1und1 mediacenter normalerweise ein proprietäres windoof programm voraussetzt um das webdav zu mounten. Scheint ein allgemeine problem zu sein.

    Aber was solls, im Zeitalter der Vorratsdatenspeicherung lege ich meine Dateien sicher nicht auf irgendeinem Speicher meines providers ab von daher nicht so wichtig.


    Kampf gegen Zensursula:

    http://blip.tv/file/2178234/

  7. Antonio MartinoNo Gravatar schrieb:

    1. Die Antwort von 23:29 Uhr ist nicht von mir.

    2. Geht es alles in einem Befehl, und wie lautet der? Bin neu mit Ubuntu (und Linux allgemein).
    Im voraus besten Dank.

  8. Antonio MartinoNo Gravatar schrieb:

    Wurde das nicht schon mit dem Befehl “sudo chmod 0766 /media/VerzeichnisName” erledigt?
    Natürlich habe ich statt “Verzeichnisname” den richtigen Namen meines Ordners verwendet.

  9. Roman HanhartNo Gravatar schrieb:

    Ja, das wurde mit dem Befehle schon erledigt, Müsste also gehen.

  10. Antonio MartinoNo Gravatar schrieb:

    Geht es aber nicht. Ich habe alles nochmal durchgeführt. Zugriff verweigert.
    In der umgekehrte Richtung funktioniert, also ich kann die Dateien, die auf den Server liegen, ansehen und herunterladen.
    Was den Nautilus betrifft, unter “Orte/Verbindung zum Server”, beim Dienste-Typ habe ich HTTPS nicht. Sind andere Pakete notwendig, und welche?
    Mit den “GNOME Commander” habe ich sogar nur “FTP” und “Öffentlicher FTP”.

  11. Roman HanhartNo Gravatar schrieb:

    Hast Du das Paket ca-certificates installiert?

  12. Antonio MartinoNo Gravatar schrieb:

    sudo apt-get install ca-certificates

    gibt folgende Meldung:

    ca-certificates ist schon die neueste Version.
    0 aktualisiert, 0 neu installiert, 0 zu entfernen und 109 nicht aktualisiert.

  13. Roman HanhartNo Gravatar schrieb:

    Dann weiss ich leider nicht mehr weiter. Ich würde Deine Herausforderung im Forum bei ubuntuusers.de posten, dort wird Dir sicher geholfen.

  14. Antonio MartinoNo Gravatar schrieb:

    Herzlichen Dank für deine Mühe und einen schönen Tag noch

  15. BenjaminNo Gravatar schrieb:

    Danke für den Artikel. Genau das, was ich gesucht hatte. Es funktioniert mit Natty immer noch genauso :-)

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