Ein Werkzeug für Storyboards

Ab und zu erzeuge ich Podcasts und offensichtlich wird die Anzahl wohl zukünftig etwas ansteigen. Denn einerseits will ich gerne für RadioTux hin und wieder etwas produzieren und andererseits steht ja ein tolles Projekt mit Dirk an. Und wie es bei vielen Dingen im Leben so ist, erlebe ich es auch so beim Podcasten. Nicht das eigentlich Sprechen und das Schneiden bilden die Hauptarbeit – obschon vor allem das Schneiden gerne unterschätzt wird – sondern die vorausgehenden Besprechungen, Planungen, und Recherchen. Dort ist der grösste Aufwand zu finden, mindestens nach meinen geringen Erfahrungen.

Bisher nutzte ich für meine Planungen das geniale Tool XMind, worüber ich hier schon einmal berichtet habe. Damit legte ich die Äste und Unterteilungen an, konnte Verknüpfungen zu Dokumenten herstellen und so eine gute Übersicht für eine Sendung oder eine kleinere Produktion erhalten. Diese konnte ich dann natürlich auch als Vorlage für das Sprechen und Schneiden nutzen.

Vor einigen Wochen ist Stephan Lamprecht auf ein Tool gestossen, das für meine Absichten gute Dienste leisten könnte. Es nennt sich Celtx und ist für Linux als OpenSource-Software zu haben. Es gibt auch eine Mac und eine Windows Variante. Ich möchte hier kurz auf die Installation unter Ubuntu eingehen und in einem künftigen Artikel die Verwendung besprechen. Aber zuvörder ein paar kurze Worte zum Geist von Celtx:

CeltxCeltx ist eine Projektsoftware, die speziell auf Filme, Hörspiele, Storyboards, Texte und weitere multimedialen Errungenschaften ausgerichtet ist. Damit lässt sich beispielsweise eine ganze Sendung für das Radio planen und mit den entsprechenden Mitteln umsetzen. Dazu stehen viele Werkzeuge wie Notizen, Taskplaner, Kalender, Texte, Ressourcen und so weiter zur Verfügung.

Unter Ubuntu ist die Installation denkbar einfach, obschon bislang – mindestens nach meinem Wissen – keine Debian-Pakete zur Verfügung stehen. Auf der Download-Seite holt man sich zunächst das Archiv mit der gewünschten Sprache und legt es beispielsweise auf den Desktop.

Danach wechselt man mit der Konsole in das Verzeichnis /usr/local.

cd /usr/local

Mit Root-Rechten wird das Archiv nun entpackt:

sudo tar xjf /home/roman/Desktop/Celtx.tar.bz2

Schliesslich wird die Anwendung ein erstes mal aufgerufen, ebenfalls mit Root-Rechten:

sudo /usr/local/celtx/celtx

Laut dem Wiki von Celtx könnten Pakete fehlen, die einfach nachzuinstallieren wären. Bei mir waren jedoch alle erforderlichen Bibliotheken verfügbar. Die Installation ist nun abgeschlossen, oder wäre es zumindest.

Bei mir hat die Installationsroutine in meinem Home-Verzeichnis den Ordner .celtx und .greyfirst mit dem Unterordner celtx zwar angelegt, aber eben mit Root-Rechten ausgestattet, statt den meinen. Daher musste ich die Rechte noch zurecht biegen und dann klappte der Aufruf der Applikation auch ohne vorgestelltes sudo.

/usr/local/celtx/celtx

Mit obigen Aufruf lässt sich dann auch ein Menü-Eintrag oder ein Starter erstellen. Beim ersten Start wird dann ein Profil angelegt. Sollte das nicht klappen, dann muss im Home-Verzeichnis der Inhalt des Ordner ~.greyfirst/celtx gelöscht werden.

celtx

Und danach startet die Anwendung. Sie verspricht sehr viel und verlangt wohl auch etwas Einarbeitungszeit. Die will ich mir nehmen, so dass ich etwas später über die Verwendung von celtx berichten kann.

celtx

Mein erster Eindruck der Anwendung widerspiegelt Menschen, die hinter dem Projekt stehen und verstehen, worüber sie eine Applikation geschrieben haben. Ich denke, damit lässt sich arbeiten und hoffentlich auch Vorteile daraus ziehen. Ich will ja keine Verwaltungssoftware für eine Arbeit einführen, zu deren Abwicklung ich vor keiner Herausforderung stehe. Dann brauche ich nämlich nichts Neues.

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7 Kommentare to “Ein Werkzeug für Storyboards”

  1. gnokiiNo Gravatar schrieb:

    nach einer vernünftigen Software dafür such ich schon lange. Den den gesamten Sendeplan zu erstellen ist ja nichts anderes als die Sendung nur eine Dimension größer.
    Ich werd mir das hier mal anschauen klingt vernünftig, der Witz gehört hab ich schon aber mich nie weiterauseinandergesetz. Tja man weiß eben nie wann man später mal etwas gebrauchen kann

  2. OtiumNo Gravatar schrieb:

    Wenn Du als User entpackst, sind die Rechte auch direkt richtig gesetzt. Da in den /home-Ordner entpackt wird, muss man nicht als root entpacken.
    Wie Du schreibst – ein wirklich nützliches und gut gemachtes Programm.

  3. Roman HanhartNo Gravatar schrieb:

    Danke für die Richtigstellung, Otium!

  4. gnokiiNo Gravatar schrieb:

    ich habs mir inzwischen einmal angesehen. Und ich bin weniger begeistert, für eine Sendeplanung weniger geeignet. Es fehlt ein ziemlich wichtiges Instrument eine Timeline.

  5. Roman HanhartNo Gravatar schrieb:

    Yo, ich weiss, gnokii. Wird auch im Forum von celtx immer wieder bemängelt. Ich will dann mal sehen, inwieweit sich der Calendar für eine Timline missbrauchen lässt.

  6. SepteronNo Gravatar schrieb:

    > Und danach startet die Anwendung. Sie verspricht sehr viel und verlangt wohl auch etwas Einarbeitungszeit. Die will ich mir nehmen, so dass ich etwas später über die Verwendung von celtx berichten kann.

    Gibt es da schon neues zu berichten?

  7. Roman HanhartNo Gravatar schrieb:

    @Septeron: Nein, bisher nicht. Das kommt daher, weil bei celtx das wichtigste Feature – wie es gnokii schon festgestellt hat – fehlt. Nämliche die Timeline. Allenfalls ist sie mittlerweile vorhanden, ich habe das Projekt nicht weiterverfolgt. Das könnte ich aber jetzt nach Deinem Reminder wieder mal tun ;-)

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