Erste Erfahrungen mit dem Handy Recorder H4
Bisher erstellte ich meine Voices per iPod und einem Ansteckmicro. Die Aufnahmen wären eigentlich für mein Niveau in der Qualität mehr als ausreichend, allerdings quälten mich die Störgeräusche des iPod, wenn man damit beim Aufnehmen herumfuchtelt. Dirk machte mich dann auf die Podcast-Site posfacs aufmerksam, worauf ich dort auf ein Gerät namens Handy Recorder H4 stiess. Bei einigen Freunden, die deutlich mehr als ich von Aufnahmen verstehen, erkundigte ich mich nach ihrer Meinung zu H4 und gewann ausschließlich positive Äusserungen. Ja, und so habe ich mir ein solches Teil für knappe 360 Franken (~240 Euronen) erstanden.

Das Maschineli kann so viel, dass meine Fähigkeiten nicht ausreichen, alles zu erkunden und zu testen. Aber ich kann mit Überzeugung bestätigen, dass das Gerät hochqualitative Aufnahmen (für meine Verhältnisse wohlverstanden) erzeugt. Ausserdem besitzt das Gerät jenste Ein- und Ausgänge und – was mir auch sehr gut gefällt – es verfügt über eine Schale, mit dessen Hilfe es auf ein handelsübliches Fotostativ montiert werden kann. Normalerweise würde man hier wohl ein Micro-Stativ benutzen, aber ich bin ja nicht vom Fach. Mit meinem alten, kleinen Stativ lässt sich damit ein erwachsenes Tischmikro bauen.

Dem Gerät liegt Software bei, die ich gar nicht so genau angesehen habe, da sie wohl bloss unter Windows läuft. Mittlerweile habe ich mich etwas in Audacity eingearbeitet und bin ganz zufrieden damit. Die einfachen Arbeiten, welche ich zu verrichten haben, benötigen drei oder vier Spuren, ein- und ausfaden, vielleicht noch normalisieren, hin und wieder einen Kompressor einsetzen, Stille einfügen und das wäre es dann schon. Ich will damit keinesfalls Audacity unter den Scheffel stellen, viel eher benötige ich auch dort längst nicht alle Funktionen, die das Programm bietet. Das H4 kann ich per USB als Device anhängen und Audacity erkennt es sogleich als Mikrofon. Ganz praktisch!
Der H4 Handy Recorder wird per USB angedockt und die Files können dann ganz normal vom Datenträger kopiert werden, falls man sie unterwegs aufgenommen hat. Eine runde Sache, finde ich; auch wenn ich für meine Ansprüche mit Kanonen auf Spatzen schiesse.
Die erste Arbeit, welche ich damit tun konnte, erledigte ich für RadioTux. Wir werden neu ab dieser Woche die von Ikhaya freundlicherweise optimal lizenzierten Weekly News übernehmen und in der Sendung radiotux@horads verbreiten. Sirko ist mir zu Hilfe geeilt und kürzte meine viel zu lang gediehene Arbeit auf ein erträgliches Mass und erzeugte sogar die Jingles dazu. Vielen Dank gen Nord-Osten, Herr Bürgermeister! Ausserdem durfte ich für die Sendung Ubuntu und im Speziellen ubuntuusers.de vorstellen.
Die aktuelle Sendung radiotux@horads von Radio Tux kann hier gehört werden. Sie wird wöchentlich erzeugt; wer nichts verpassen möchte, dem sei der RSS-Feed an das Herz gelegt, iTunes-Menschen nutzen bitte diesen Link.


11. April 2009 um 14:10:33 Uhr
Unser Kirchenmusiker benutzt für Probenaufnahmen oder inzwischen auch für Aufnahmen bei Konzerten ebendieses Gerät. Bei Konzerten allerdinge mittels Externer Mikros, bei Proben nur mit dein eingebauten. Er nutzt so sicher mehr Funktionen als du, aber auch seinen gehobeneren Ansprüchen genügt dieses Teil voll und ganz. Vor allem weil es so klein und Handlich ist und für die Funktionene auch nicht teuer war.
So: noch eine kleine Korrektu: Am Ende des Artikel soll es sicher heißen “ubuntuusers.de”, du hast dort ubuntuuser.de stehen, man beachte das fehlende “s” am ende…
So, Frohe Ostern, ich bin jetzt mal das bei uns schöne Wetter im Garten genießen!
11. April 2009 um 14:14:36 Uhr
Danke, hefeweiz3n! Der Link und der Text ist korrigiert.
12. April 2009 um 14:10:58 Uhr
[...] hat sich ja dann bereit erklärt das Gleiche mit Ubuntu zu machen und hat damit auch gleich sein neues Spielzeug ausprobiert. Auch hier erstmal das “Erstproblem” der Beitrag war 17 Minuten lang. Den [...]
12. April 2009 um 14:38:14 Uhr
Hi und Frohe Ostern!
Zum Zusammenschneiden deiner Aufnahmen wäre vielleicht auch Jokosher (http://www.jokosher.org/) was für dich. Das Programm ist einfach zu bedienen, umfangreich, OpenSource und fügt sich perfekt in jeden GNOME-Desktop ein.
12. April 2009 um 14:44:10 Uhr
Hey danke, flohri! Das Teil werde ich mir ansehen.
Auch frohe Ostern!
13. April 2009 um 08:46:19 Uhr
Den Zoom H4 habe ich mir auch ausgesucht. Werde mir es aber erst dann anschaffen, wenn mir klar ist, dass das keine Modeerscheinung meinerseits ist, einen Podcast machen zu wollen.
Das Gerät wird vom – meiner Meinung nach – professionellsten Amateur-Podcast auch benutzt: http://www.pimpyourbrain.de/20.....d-zoom-h4/
14. April 2009 um 09:04:10 Uhr
Das Ding sieht eher aus wie ein Phaser …
Nicht wie ein Aufnahmegerät. An diesen Dingern vorne muss doch quasi ein Energiestrahl oder sowas rauskommen. Sieht jedenfalls so aus.
14. April 2009 um 09:06:10 Uhr
@suki11: Also Schweissen kann man damit nicht
Aber es macht tatsächlich gute Aufnahmen, ich bin sehr zufrieden damit.
15. April 2009 um 21:02:34 Uhr
[...] sinnvolle Zusammenfassung finden, welche ungefähr vier Minuten dauert, und diese per H4 und audacity lautsprachlich [...]
18. April 2009 um 11:46:55 Uhr
Schöner Beitrag. Ich überlege auch schon die ganze Zeit mir ein Zoom H4 zu kaufen. Man liest viel positives über dieses Gerät. Es gibt aber auch schon eine neue Generation, den Zoom H4n. Kostet allerdings auch etwas mehr. Größeres Display und besser Bedienung sind wohl die Vorteile des H4n. Ich schau mir beide nochmal im Vergleich an.
06. September 2009 um 18:49:41 Uhr
Ich habe beide verglichen, um mal auf Ramons Eintrag einzugehen, und muss sagen, dass in diesem Fall die neuere Generation wirklich um ein Vielfaches besser ist. Das Display ist einfach nicht groß genug gewesen, die Praktikabilität nicht so hoch, wie beim jetzigen Modell und die Preissteigerung ist definitiv berechtigt. So ist zumindest mein Eindruck und ich bin persönlich sehr zufrieden mit meinem Kauf.