Gnome Do als Starter einrichten

Am letzten Linuxtreff in Kreuzlingen habe ich bei einem Kollegen, der OpenSuse unter KDE nutzt, gesehen, dass er eine Art Starter-Applikation einsetzt, welche beim Tippen der ersten Buchstaben einer Anwendung die jeweils übereinstimmenden Programme auflistet, so dass sie rasch gestartet werden können. Allerdings weiss ich leider nicht, wie dieses Tool heisst. Immerhin habe ich in Erfahrung gebracht, dass es unter Gnome eine ähnliches Tool gibt, welches sich Gnome Do nennt und ein paar ganz gute Features anbietet.

Gnome Do muss zunächst installiert werden. Das erreicht man ganz einfach mit dem üblichen Befehl, da sich Gnome Do im Quellspeicher von Ubuntu befindet:

sudo apt-get install gnome-do

und für die Plugins

sudo apt-get install gnome-do-plugins

Im Launchpad gibt es das Teil auch. Ich meine aber, dass es unter Ubuntu 9.04 nicht mehr von der Version abweicht, welche in den Quellen verfügbar ist.

Nach der Installation startet Gnome Do automatisch bei jeder Anmeldung. Falls man das nicht möchte, kann man Gnome Do einfach bei den zu startenden Programmen austragen; beim deutschen Gnome unter System / Einstellungen / Startprogramme. Ebenso würde ich in den Einstellungen verhindern, dass Gnome Do auf dem Desktop angezeigt wird. Es reicht, wenn im Systray zu sehen ist, dass das Tool rennt.

Mit der Tastenkombination Supertaste (Windows-Taste) und Space (Leerschlag) lässt sich Gnome Do starten und das Teil nimmt nun Anweisungen entgegen. Damit lassen sich nicht nur Applikationen starten, sondern auch beispielsweise Dokumente öffnen, Musik starten oder auch ein Bild auf Flickr veröffentlichen. Dazu schreibt man einfach die ersten Buchstaben der Anwendung in die Tastatur, welche man öffnen will und Gnome Do bietet an, was es dazu findet. Um in der Dateiablage zu surfen, reicht ein Fi für Files und danach öffnet sich eine “Schublade” am unteren Ende des Gnome Do Fensters, mit der man sich im lokalen Dateisystem bewegen kann.

Es gibt ein reichhaltige Liste von Plugins, die sich in offizielle und zusätzliche Erweiterungen gliedern. Die einzelnen Plugins kann man aktivieren oder abschalten und bei einigen gibt es eine erweiterte Konfiguration.

Gnome Do Plugins

Die Docky-Leiste, welche sich am unteren Ende des Bildschirms als Starterleiste einhängt und an Herrn Jobs erinnert, lässt sich auch recht gut nutzen. Dazu müssen aber die Desktop-Effekte aktiviert sein. Die Docky-Leiste kann in den Einstellungen von Gnome Do (Rechtsklick im Systray auf das Symbol Gnome Do und dann Einstellungen wählen) aktivieren, in dem unter dem Menüpunkt Erscheinungsbild im Feld Thema der Wert Docky gewählt wird.

Docky aktivieren

Für mich war Gnome Do zunächst völlig ungewohnt in der Anwendung. Mit der Zeit gewohnt man sich etwas daran und ich entdecke immer wieder neue Möglichkeiten, wie ich einzelne Schritte rascher erledigen kann. Gnome Do wird aktiv weiter entwickelt und man darf gespannt sein, was daraus noch werden wird.

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10 Kommentare to “Gnome Do als Starter einrichten”

  1. gnokiiNo Gravatar schrieb:

    Unter KDE 3.x hieß die gesuchte Applikation MiniCli, die fand ich bei SUSE damals komfortabler als das heutige KRunner. Die hatte nämlich die Eigenschaft dir nicht eine Liste zu bringen ;)

  2. zahnersatzNo Gravatar schrieb:

    ich habe für gnome-do mal einen screencast aufgenommen. Ist schwer sich das ganze einfach so vorzustellen.

    http://www.tuxtux.org/2009/04/.....-gnome-do/

  3. PhilippNo Gravatar schrieb:

    Unter KDE3 gabs dafür katapult.
    Unter KDE4 ist das krunner und ersetzt “befehl ausführen”

    Katapult fand ich schon immer klasse, krunner ist noch besser.

  4. rootixNo Gravatar schrieb:

    Das nonplusultra unter Windows nennt sich Launchy (www.launchy.net). Vor kurzem wurde endlich auch die Linux Version veröffentlicht -> testen!

  5. LorianNo Gravatar schrieb:

    Mono. :(

  6. clinxNo Gravatar schrieb:

    Die KDE-Anwendung war warscheinlich KRunner oder QuickSand.
    [1] http://www.kde-apps.org/conten.....tent=91748

  7. ArthurNo Gravatar schrieb:

    Nur wieso ist gnome-do von evolution abhängig? Und evolution kann ich überhaupt nicht gebrauchen.

  8. Roman HanhartNo Gravatar schrieb:

    @Arthur: Du musst ja deswegen Evolution nicht nutzen, tue ich auch nicht. Das Teil scheint eng mit Gnome und Gnome Do verdrahtet zu sein:

    http://packages.debian.org/de/sid/gnome-do

  9. LoragNo Gravatar schrieb:

    Für Docky muss Compositing aktiviert sein. Könnte sein, dass du das meinst. Desktop-Effekte hört sich allerdings sehr nach Compiz an, was nicht sein muss. Das Metacity-Compositing reicht auch und macht die Aktivierung von Compiz überflüssig, wenn man das nicht braucht oder will.

    Ansonsten ist Gnome Do toll – gerade seine Filebrowser-Qualitäten. :)

  10. Digitale Liebe : Karl-Tux-Stadt schrieb:

    [...] zieren zwei Screenlets. Das unter Panel wurde entfernt und durch ein Gnome-Do Docky ersetzt, der Roman vom Ubuntublog hat das ja vor einigen Tagen erst beschrieben, was man mit dem Gnome Do so anfangen kann. Ansonsten sei nicht viel am Desktop verändert [...]

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