Jaunty Jackalope und das Netbook

Gestern war es ja endlich soweit und die neue Version von Ubuntu mit dem klingenden Namen „Jaunty Jackalope“ oder einfach Ubuntu 9.04 ist erschienen. Die Finalversion hat sich offenbar praktisch nicht mehr geändert, mindestens im Vergleich zur letzten Vorabversion. Und wer eine der Beta-Versionen schon benutzt und immer sauber alle Updates gefahren hat, braucht nun nichts mehr zu unternehmen (ausser weiterhin Updates fahren, natürlich), das System ist so aktuell.

Gestern Nacht habe ich dann sogleich meine beiden Netbooks (ein ASUS 901 und ein ASUS 1000H) upgedatet. Beide Typen werden ja neu offiziell vollständig unterstützt. Allerdings nutze ich für diese Hardware niemals die speziell dafür vorbereitete Version (früher geteasypeasy), weil mir die erstens optisch nicht gefällt und zweitens passt mir diese Ikonschlacht nicht auf dem Desktop. Sondern ich nutze die ganz normale Version (Gnome) und habe dazu das ISO gezogen, per USB-Startmedien-Ersteller auf einen Stick verfrachtet und damit dann die Netbooks gebootet.

USB-Datenträger erstellen

Ich bin total begeistert von der Geschwindigkeit! Nicht nur beim Booten, sondern auch für die Installation. Auf dem 901er brauchte ich eine knappe halbe Stunde und für den 1000er etwa 20 Minuten und das System war vollständig eingerichtet – na ja, mindestens standardmässig. Nutzt man die “normale Version” sollte man noch eine Applikation für die Kamera nachinstallieren. Ich nutze dafür jeweils cheese. Danach hat man eigentlich alles, was es trivialerweise braucht.

jaunty

Ich hole mir dann zusätzlich noch gftp oder filezilla, bluefish, xmind, skype, Adobe Air, TweetDeck und Thunderbird dazu. Je nach dem noch gThumb für die Bilderverwaltung, meist zusammen mit jUploader für Flickr (im Gegensatz zu F-Spot kann gThumb keine Bilder zu Flickr exportieren) und dazu noch ein Zweitbrowser, etwa der SeaMonkey oder Galeon.

Für ein Netbook – mindestens für die ASUS-Geräte 901 und 1000H – kann ich Ubuntu 9.04 bestens empfehlen. Das System läuft stabil, flink und sauber. Ich bin sehr zufrieden damit.

In diesem Zusammenhang – mit Ubuntu im Allgemeinen meine ich – möchte ich noch gerne auf ein neues Ubuntu-Portal hinweisen, das zwar schon einige Kollegen vor mir genannt haben. Aber noch einmal darauf hinweisen schadet nichts:

Bei Dirk habe ich vom neuen Portal für Ubuntu im deutschsprachigen Raum gelesen. Es nennt sich ubuntu-de.org und wird wohl durch das LoCo-Team betreut. Weitere Informationen dazu gibt es auf Ikhaya oder natürlich auf dem Portal selbst.

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22 Kommentare to “Jaunty Jackalope und das Netbook”

  1. michaNo Gravatar schrieb:

    Ich habe gestern auch (wiederholt) ubuntu jj live gestestet, leider wollte sich mein wlan nicht verbinden. ich habe ein 1000h. als router setze ich auf eine ältere fritzfon.

    im moment setze ich auf meinem netbook allerdings mint ein, und bin eigentlich auch sehr zufrieden damit. allerdings würde ich mich wohler mit einem org ubuntu wohler fühlen.

  2. Roman HanhartNo Gravatar schrieb:

    Dann liegt es aber wohl an Deinem WLAN-Router, oder? Siehst Du die SSID?

  3. Piccolino81No Gravatar schrieb:

    Habe gleiches Phänomen mit dem “Ubuntu Netbook Remix Image” (RC) auf meinem ASUS 1000h gehabt.

    Der network-manager zeigte zwar die möglichen WLANs an, aber eine Verbindung klappte partout nicht.

    @Roman: Hast Du das gleiche Problem? Oder liegt es vermutlich an der Remix Version…?

    Gruß
    Piccolino81

  4. Roman HanhartNo Gravatar schrieb:

    @Piccolino81: Das könnte gut sein, dass es an der Ubuntu Netbook Remix Version liegt. Ich nutze ja dieses Teil nicht, sondern die ganz normale Version. Mit der hat es auf dem 1000H und 901er sofort geklappt. Habe allerdings einen ganz neuen WLAN-Router (swisscom) im Einsatz.

  5. michaNo Gravatar schrieb:

    ich bezog mich auf Jaunty (Final). Ich sehe alle Wlan-Netze mit Jaunty, kann mich aber partout nicht konnekten. Nach der vorgegebenen Zeit fliege ich beim versuch wieder raus, und soll das passwort neu eingeben.
    Ich schätze mein router ist schon etwas betagt, der unterstützt halt eas verschlüsselung nicht. tkip wäre da die wahl, ich konnte allerdings noch nirgendwo einen schalter (der ist ja auch unter windows ziemlich versteckt) entdecken.

  6. CyberfuxNo Gravatar schrieb:

    Wollte nur kurz anmekren, am AAO klappt es nicht ganz so einfach, aber doch auch für Anfänger durchführbar: http://cyberfux.blogdns.com/blog/?p=394

  7. Roman HanhartNo Gravatar schrieb:

    @Micha: Ja, tönt schwer nach einer Verschlüsselungs-Herausforderung. Wenn es aber offenbar bei Mint geht, müsste es doch auch unter Ubuntu funktionieren, oder? Wie wäre es denn mit einem neuen WLAN-Router? Die Dinger kosten ja heutzutage nicht mehr alle Welt.

  8. michaNo Gravatar schrieb:

    hmm, unter Mint benutze ich aber ndiswrapper :-)

  9. robNo Gravatar schrieb:

    Hey,
    wenn es nicht klappen will, dann nehmt doch den angepassten Kernel. Damit funzt es auf jeden Fall…

  10. sergeyNo Gravatar schrieb:

    In diesem Fall kannst du mir empfehlen auf das neue Ubuntu umzusteigen mit meinem 1000H? ;)

  11. Roman HanhartNo Gravatar schrieb:

    Yep sergey, bei mir hat alles bestens geklappt!

  12. sergeyNo Gravatar schrieb:

    Inklusive Kamera, etc.? Ohne einen angepassten Kernel? Dann muss das gleich drauf. ;)

  13. Roman HanhartNo Gravatar schrieb:

    Ja, inklusive Kamera. Dazu brauchst Du bloss noch eine Anwendung, welche die Kamera nutzen kann, beispielsweise cheese.

  14. Ubuntu auf dem Netbook - web log buch schrieb:

    [...] auf dem Netbook Ich habe letzthin im Eintrag bei ubuntublog.ch gesehen, dass Jaunty Jackalope (die neueste Version von Ubuntu) extrem gut geeignet ist für [...]

  15. sergeyNo Gravatar schrieb:

    @Roman: Ja, funktioniert tadellos. Installation erfolgreich (die Einstellungen im BIOS mehrmals ändern müssen), die wichtigsten Programme werden gerade installiert. ;)

  16. Piccolino81No Gravatar schrieb:

    Habe mittlerweile eine Lösung für mein ASUS eee 1000h und das WLAN-Verbindungsproblem gefunden:

    - Ubuntu Jaunty Netbook Remix installiert
    - angepassten Kernel von array.org installiert und zwar über die Paketquelle:

    deb http://www.array.org/ubuntu jaunty main

    mittels Installation des Pakets

    linux-netbook-eeepc

    Siehe hierzu auch:
    http://rhau.se/2009/03/27/ubun.....n-working/

    Damit funktionieren jetzt WLAN und Webcam einwandfrei. Wie es mit anderen Funktionen aussieht, werde ich demnächst testen.

    Was ich leider auch auf dem ASUS eee 1000h feststellen muss (egal mit welchem der “beiden” Kernel): Ubuntu Jaunty ist im Vergleich zu Hardy unheimlich träge, sobald die Festplatte oder USB beansprucht (Synchronisation mittels unison) werden.

  17. Roman HanhartNo Gravatar schrieb:

    @Piccolino81: Seltsam, dass Du solchen Herausforderungen gegenüberstehst. Ich kenne doch ein paar Leute, die Jaunty auf einem 1000H oder 1000HE einsetzen und dies ohne Probleme und deutlich schneller als mit 8.10. Hast Du ein Montags-Gerät erwischt? ;-)

  18. Philipp JaussNo Gravatar schrieb:

    Also ich wurde am 1. Mai bei meinem “Ausflug” in die Netbookwelt richtig positiv überrascht. Hab mir auch so’n ASUS 1000H besorgt und noch gleich die alte UMTS PC Card von meinem 2 jährigen Vaio mit ‘nem aktuellen UMTS-Stick von Swisscom ersetzt. 1. Überraschung: Das Netbook lief nach der Netbookremix-installation tadellos, und das sogar über UMTS. 2. Überraschung: Mein altes Vaio verkraftete den UMTS-Hardwareupgrade unter Windows nicht und lies sich nicht dazu bewegen diesen auch zu benutzen (Unter Ubuntu allerdings wieder kein Problem). Ein Grund mehr, Windows endgültig vom Notebook zu schmeissen :)

  19. LociNo Gravatar schrieb:

    … aber ich suche verzweifelt den .ssh-Ordner! Irgendwo würde ich gern die known-hosts definieren…

    Habe mir gestern die gleiche Version auf meinen eeePC installiert. Wenn nur das ssh-Problem nicht wäre…

  20. Roman HanhartNo Gravatar schrieb:

    Und wenn Du ssh-keygen in der Konsole eingibst? Dann kannst Du das File von Hand erzeugen.

  21. BertNo Gravatar schrieb:

    Ich würde mir ja auch lieber Linux aufs Notebook machen, aber leider läuft dann keines meiner Proggis mehr und Emulieren klappt auch nicht. Gruss Bert

  22. RalfNo Gravatar schrieb:

    Es ist ungblaublich wieviel von Win7 mal wieder bei Linux abgeschaut wurde. Nur mal so am Rande bermerkt. Gruss Ralf

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