Linux Mint LiveCD 64bit startet nicht

Angeregt durch Dirks Versuche mit Linux Mint habe ich mir die ubuntuasierende Distribution wieder einmal angesehen. Mittlerweile basiert die stabile Version namens Julia auf Ubuntu 10.10, also der aktuellen Version von Ubuntu. Bei der LiveCD in der 64bit-Ausgabe gibt es jedoch einen Fehler beim Booten:

vesamenu.c32 : not a COM32R image

Den Fehler kann man einfach beheben, in dem die Leertaste gedrückt, anschliessend das Wort live getippt und dann Enter gedrückt wird. Damit startet die 64bit-Version von Linux Mint ab einem USB-Stick oder einer DVD/CD. Die Lösung habe ich im Linux-Mint-Forum gefunden.

Linux Mint macht wie immer einen guten Eindruck, läuft stabil und flink. Das tut Ubuntu 10.10 allerdings auch. Ich habe eine Alternative zu Ubuntu gesucht, weil ich vor ein paar Tagen auf die dritte Alpha-Version von Ubuntu 11.04 umgestiegen und dabei nicht zufrieden bin. Natürlich, es ist eine Alpha-Version und nicht für den produktiven Betrieb bestimmt. Allerdings läuft nicht einmal Nautilus fehlerfrei; zurzeit kann man den File-Manager nicht nutzen und das seit vier Tagen. Bislang gibt es von Seiten Canonical keine Lösung dazu.

Update vom 12. März 2011 um 15:30 Uhr

Mint ist aus dieser Sicht kein Ersatz oder eine “wirkliche” Alternative zur Alpha-Version von Ubuntu 11.04. Es ist vielmehr diejenige Distribution, auf die ich zuerst stiess und die ich dann auch genommen habe. Mint basiert auf 10.10, der stabilen Version von Ubuntu und besitzt daher auch keinen “Alpha-Charakter”. Ausserdem sollte man aufgrund einer Alpha-Version nur bedingt Rückschlüsse darauf ziehen, in welche Qualität die finale Version dereinst erscheinen wird. Zwar war es bisher bei Ubuntu schon oft so, dass “gute” Alpha-Version ausgereifte finale Versionen hervorbrachten. Trotzdem würde ich nicht darauf wetten, dass 11.04 gut oder schlecht wird. Ein Flickwerk dürfte es aber schon werden, wenn auch ein schön Zurechtgeschminktes.

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21 Kommentare to “Linux Mint LiveCD 64bit startet nicht”

  1. Linu74No Gravatar schrieb:

    Was hälst du denn von LMDE? http://www.linuxmintusers.de/index.php?board=57.0

    Linu74

  2. Roman HanhartNo Gravatar schrieb:

    oh danke, Linu74! Kannte ich gar nicht.

  3. siver schrieb:

    Das bedeutet du suchst eine neue Distribution, weil die Alpha der neuen Version Fehler enthält? Hmmm… wäre schade wenn das Schule machen würde.

    Ich finde Unity auch nicht gerade Klasse. Nicht weil es noch nicht viel kann, sondern weil es ja angeblich eine ziemliche Flickschusterrei sein soll was die verwendeten Techniken angeht. Vielleicht wäre es sinvoller gewesen Gnome 3 zu unterstützen.

    Naja ich hab Mint auchmal ausprobiert (ist länger her) und da wars ganz gut also viel Erfolg!

  4. DidiNo Gravatar schrieb:

    Bei mir läuft die Linux Mint Debian Edition 201012 64-bit einwandfrei:
    http://dietmarjanowski.bplaced.....ss/?p=7036
    Das oben beschriebene Problem kenne ich allerdings von der Ubuntu Netbook Edition:
    http://dietmarjanowski.bplaced.....ss/?p=6362

  5. stfischr schrieb:

    Seltsam, warum benutzt du dann nicht einfach Ubuntu 10.10 oder um wenigstens etwas glaubwürdig zu bleiben die Mintversion, die auf 11.04 basiert?

    Also so klingt dieser Artikel ganz schön lächerlich. Zumal es genug sinnvolle Gründe gibt mal ne andere Distro zu probieren und wenns nur “ich will mal was Anderes probieren” ist.

  6. Linu74No Gravatar schrieb:

    Hab mir jetzt LMDE im Dualboot auf’s Laptop installiert. Hoffentlich bleibt es bei dem Rolling Release. Sowas habe ich schon lange gesucht. Dort wo ich jetzt LMDE habe, mußte eine Arch Installation weichen. Hoffentlich war das ein guter Schritt.

    Linu74

  7. Roman HanhartNo Gravatar schrieb:

    @siver: Sicherlich suche ich nicht nach einer Alpha ohne Fehler ;-) Mir ging bloss der Fehler in Nautilus auf den Wecker, weil er lange nicht gefixt wurde. Das darf aber bei einer Alpha durchaus vorkommen. Ob ich mich darüber ärgere oder nicht, ist meine Herausforderung… :-D

    @stfischr: Ich habe mich wohl nicht richtig ausgedrückt. Mint ist durchaus eine Alternative; immerhin läuft es jetzt bei mir. Ob es nun auf 11.04 oder 10.10 basiert, ist eigentlich unwichtig. Glaubwürdig muss ich nur gegenüber mir selbst bleiben. Was Dritte über meine Entscheidungen denken, ist zwar sehr interessant und in vielen Fällen auch sehr hilf- und lehrreich, aber letztlich bleibt die Entscheidung bei mir, auch wenn die lächerlich erscheinen mag.

  8. Deem schrieb:

    Du nimmst eine Alpha Version als Referenz dafür ob eine Distribution gut oder schlecht ist?

    Tut mir leid, aber das spricht nicht gerade für dich.

    PS: Du weißt wozu Alpha Versionen da sind?

  9. k1l schrieb:

    Also irgendwie klingt der Artikel ziemlich abstrus.

    Du beschreibst einen Fehler bei der 64Bit CD von Linux Mint und ziehst dieses Ubuntu vor (wodrauf Mint ja aufbaut) weil bei Ubuntu eine Alpha Probleme hat.
    Nimm dir nochmal 5min. und denk dadrüber nach. Da beisst sich der Hund selbst in den Schwanz und wundert sich nichtmal.

    Um mich nicht falsch zu verstehen, jeder kann nutzen und gut/schlecht finden was er möchte. Aber diese “Logik” ist nicht nachvollziehbar.

  10. Roman HanhartNo Gravatar schrieb:

    @Deem: Mann oh Mann! Was habe ich denn geschrieben, Deem? “Natürlich, es ist eine Alpha-Version und nicht für den produktiven Betrieb bestimmt.” Ich bin lange genug dabei, um zu wissen, wofür Alpha-Version sind. Mir werden da Zusammenhänge angedichtet, die es schlicht nicht gibt. Das ärgert mich jetzt gewaltig. Mint ist weder Ersatz für eine Alpha-Version noch vergleiche ich sie damit.

    @k1l: Du suchst nach einer Folgerichtigkeit, wo keine ist. Es ging nicht darum, 11.04 mit etwas Gleichwertigem zu ersetzen, sondern einfach was anderes, das gerade zur Hand war, zu testen. Da gibt es in meiner Entscheidung keinen Zusammenhang zwischen den beiden Varianten Ubuntu 11.04 und Mint 10. Es war reiner Zufall, dass ich auf Mint stiess.

  11. Deem schrieb:

    Dann solltest du deinen Artikel vielleicht ein wenig umschreiben, denn du erweckst genau diesen Anschein, den du laut der Aussage eben nicht vorgesehen hattest.

    Und das war auch nicht von mir böse gemeint. =)

  12. Roman HanhartNo Gravatar schrieb:

    @Deem: Von mir war das auch nicht böse gemeint ;-) Eigentlich wollte ich ja nur auf den Fehler bei der LiveCD hinweisen. Der letzte Absatz kam dann noch als Gedanke dazu. Aber Du hast wohl recht, ich schreibe da noch was dazu.

  13. stfischr schrieb:

    Hm, also das Update ist ja echt ok, wenn da nicht der letzte Satz wäre. Worauf bezieht sich denn das mit dem Flickwerk?

  14. Roman HanhartNo Gravatar schrieb:

    @stfischr: Auf Unity.

  15. stfischr schrieb:

    Für mich sieht Unity nicht wie nen Flickwerk aus, woran machst du das fest? Find es zwar auch nicht so berauschend, kann mir aber egal sein, weil ich sowieso Xubuntu verwende.

  16. LinuxMint schrieb:

    Mann o Mann!
    Wie kannst du nur in einem Ubuntu-Blog etwas positives zu LinuxMint schreiben?

    Da ist es klar, dass du alle Trolle bis zu (st)fisch(r) weckst:)

    Du brauchst dir ja nur anschauen wie mit LinuxMint-Usern im Ubuntu-Board umgegangen wird :(

  17. Deem schrieb:

    @LinuxMint
    Das liegt wohl daran, dass Mint kein Ubuntu ist, oder daran, dass Mint einen eigenen Support hat.
    Wer weiß das schon?

  18. JochenNo Gravatar schrieb:

    Mir gefällt Unity in der jetzigen Form auch nicht sonderlich. Einige Ideen sind ganz interessant, aber hinsichtlich einer effizienten Benutzbarkeit und der Anpassbarkeit kommt es bei weitem nicht an den GNOME 2-Desktop heran. Ganz nett, um ein wenig damit herumzuspielen, aber produktiv arbeiten will ich damit nicht. (Für GNOME Shell gilt übrigens ähnliches.)

    Als Alternative habe ich mir Linux Mint Debian Edition angesehen. Das hat mich schon ziemlich begeistert, allerdings ist ein Rolling Release auf die Dauer nichts für mich. Daher bin ich schließlich zu Debian Stable gewechselt, weil ich bei den Distributionen in den nächsten 12-18 Monaten viele Umbrüche erwarte und darauf gar nicht so viel Lust habe. Unity und GNOME Shell müssen sich jetzt erst einmal entwickeln und dann werde ich wieder antesten, ob man damit produktiv arbeiten kann (oder ob XFCE besser geeignet ist).

    Letztendlich muss das aber jeder für sich entscheiden, da wohl jeder unterschiedliche Vorstellungen und Anforderungen hat. Immerhin bietet Ubuntu 11.04 ja noch den »klassischen« GNOME-Desktop und XFCE.

  19. stfischr schrieb:

    @LinuxMint: Na du hörst dich ja richtig erwachsen an, wie du hier mit Argumenten und so um dich wirfst.

    Hast du eigentlich gelesen, was ich geschrieben habe? Wo habe ich da was gegen Mint geschrieben?

    Das einzige, was ich bemängelt habe, war der Vergleich zwischen Ubuntu-Alphversion und Mint-Stable.

    Aber wenn du erwachsen bist kannst du ja nochmal die Kommentare hier lesen, dann schaffst du es vielleicht auch das zu lesen, was da steht und nicht was du dir als Fanboy einbildest.

  20. Roman HanhartNo Gravatar schrieb:

    @stfischr: Es ist nicht das Aussehen von Unity, sondern der Code, welcher laut verschiedenen Meldungen nicht unbedingt ganz koscher ist, so auch hier: http://ikhaya.ubuntuusers.de/2.....-und-Unity

    PS: Nimms locker wegen dem Post von LinuxMint ;-)

  21. stfischr schrieb:

    Wenns um vermurksten Code geht, dann dürfte man wohl so 50% der Opensource-Projekte nicht benutzen. ;) Bei Closedsource sieht man das Dilemma zum Glück (?) nicht.

    Naja jeder hat so seine Gründe.

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