VMWare-Server auf Ubuntu installieren

Den VMWare-Server 2.0 (aktuell in der Version 2.01) gibt es ja kostenlos, ist allerdings Closed Source. Das dürfte für Einige ein KO-Kriterium sein. Es gibt zwar einige OpenSource-Angebote bei VMWare, aber die nutze ich nicht. Ich habe das Produkt trotzdem auf einem Ubuntu-Server ausprobiert – mehr aus Interesse an der Sache. Dazu nutze ich einen Ubuntu-Server 9.04 auf einem etwas älteren Desktop-Rechner.

Zunächst braucht es zwei Pakete, damit die Installation des VMWare-Servers den Kernel anpassen kann. Falls bereits ein Kernel kompiliert wurde, sind die Pakete natürlich schon vorhanden.

sudo apt-get install linux-headers-`uname -r`
sudo apt-get install build-essential

Danach lädt man sich das Archiv herunter; wie üblich bei den Anbietern von geschlossenem Quellcode, wollen die wissen, wer sich das Paket holt und so braucht es ein Login, den man sich nach der Beantwortung von etwa 10.000 völlig uninteressanten Fragen beschaffen kann. Dann entpackt man das Archiv am besten auf dem Home-Verzeichnis des Servers und bekommt damit das Verzeichnis vmware-server-distrib.

Und so kann man bereits mit der Installation beginnen. Im Verzeichnis befindet sich die Datei vmware-install.pl, welche per sudo aufgerufen wird:

sudo ./vmware-install.pl

Danach wird man recht gut durch die Installation geführt, Herausforderungen, die ich nicht lösen konnte, begegnete ich keinen.

Installation per Console

Einzig habe ich es versäumt, während der Installation den User mit Admin-Rechten für den VMWare-Server anzugeben. Deswegen konnte ich mich nachher nicht per VMWare Infrastrucure Web Access einloggen. Denn das Skript nimmt dann an, dass der User root die Rechte bekommt und den gibt es ja bekanntlich normalerweise auf einem Ubuntu-System nicht.

Abhilfe schafft die Bearbeitung der Datei authorization.xml mit Root-Rechten:

sudo vim /etc/vmware/hostd/authorization.xml

Dort sollte dann der Wert ‹acedatauser›root‹/acedatauser› gesucht werden, so dass die Zeichenfolge root durch den Benutzer, der in sudoers steht, ersetzt werden kann. Danach muss der entsprechende VMWare-Server-Dienst neu gestartet werden:

sudo /etc/init.d/vmware-mgmt restart

Und dann lässt sich eine Verbindung via Webbrowser auf die Verwaltung herstellen:

https://ServerNameOderIP:8333

Verbindung via Browser

Wie eine virtuelle Maschine erzeugt wird, möchte ich hier nicht weiter erläutern, da der Prozess sehr einfach ist. Wichtig scheint mir dazu noch, dass das Plugin für den Browser, mit dem direkt auf den Desktop eine virtuellen Maschine geschaut werden kann, nicht immer einwandfrei funktioniert. Ich musste beim Firefox die Installation zwei mal durchführen, bis es geklappt hat. Nach dem ersten erfolglosen Versuch löschte ich den Ordner VMwareVMRC@vmware.com im Verzeichnis ~.mozilla/firefox/NameDesProfils/extensions und installierte danach die Erweiterung erneut. Dann klappte es.

Remote Desktop Konsole

Mit dieser Erweiterung wird dann der Remote Desktop in einem eigenen Fenster dargestellt. Ganz praktisch. Leider brachte ich die Applikation vmware-server-console nicht zum Laufen. Es gibt zwar ein HowTo zum Fehler

Unable to connect to the remote host: 501 Global command GLOBAL server-vmdb to non-host agent targets not supported.

aber der Aufwand lohnt sich nicht, denn die Konsole via Browser ist ausreichend.

Der physische Server, auf dem der VMWare-Server rennt, sollte möglichst üppig ausgestattet sein und ein etwas modernerer Prozessor aufweisen, damit die virtuellen Maschinen flüssig laufen. In meinem Fall ist der Server zu schwach und das Arbeiten mit den virtuellen Instanzen läuft zäh. Aber ein Versuch war es wert und bei Bedarf greife ich natürlich gerne auf die gute, alte VirtualBox zurück.

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7 Kommentare to “VMWare-Server auf Ubuntu installieren”

  1. CatscrashNo Gravatar schrieb:

    hm, da wurde irgendwie was abgeschnitten.

    Also soweit ich informiert bin, gibt es für den Server 2 noch keine Konsole sondern nur dieses Browserplugin, hat sich das geändert? Ich weiß nur von dem VIX-Client, den es aber nur für Windows gibt, und von der Server-Konsole für Server 1.x der aber mit Server 2 nicht funktioniert…

  2. Roman HanhartNo Gravatar schrieb:

    Die Konsole heisst eben richtig vmware-server-console ( http://wiki.ubuntuusers.de/VMw.....er-Console ). Und die läuft nicht.

  3. Gordon SchultzNo Gravatar schrieb:

    Hallo,

    ich würde mich hierbei allerdings dem Kommentar von Catscrash anschließen wollen. Die Server-Konsole, die es noch in der Version 1 gab, wurde entfernt und die Konfiguration läuft nun über das Web-Interface.
    Sehr tragisch, wie ich finde. Denn abgesehen davon, dass das Interface aus meiner Sicht nicht gut ist, verbraucht der Tomcat-Server im Hintergrund ständig (nicht zu wenig) Ressourcen.
    Zwar kann man sich via VirtualInfastructure-Client auf den Server verbinden, aber dort hat man auch nur die Möglichkeit, Maschinen zu starten/stoppen und auf die Konsole zu schauen.
    Ich würde mir hier wirklich wünschen, dass die Administration vergleichbarer mit unseren ESX-Servern wäre.
    Aber vielleicht verbessert sich die Situation ja mit dem neuen vCenter Server und einem neuen VI-Client. Mal abwarten, was VMware nächte Woche dazu sagt ;)

    Zum Verglich VMware-Server VirtualBox möchte ich nur soviel sagen:
    Mein kleiner Ubuntu-Server, der eh nur im Hintergrund seine Dienste tut, läuft perfekt auf meiner Workstation auf Arbeit. Hier brauche ich auch ganz selten eine Konsole. Man bemerkt ihn nicht einmal.
    Bei Desktop-Virtualisierung sieht es anders aus. Da verbraucht VMware meiner Erfahrung nach mehr Resspourcen. Hierfür halte ich mir dann doch mein VirtualBox. Das läuft meiner Erfahrung nach persormanter ;)

    (Ich hoffe, ich habe nun niemanden mit meinen Ergüssen gelangweilt ;) )

  4. Roman HanhartNo Gravatar schrieb:

    Danke Gordon. Nein Du langweilst nicht ;-) Wusste ich nicht, dass die Console mit dem Server 2.0 nicht kooperiert. Ja, das ist in der Tat nicht so toll.

    Die VirtualBox hat sich ja ständig verbessert und war ja damals schon, als die Firma noch selbständig war, recht gut. Und seit dem sie bei Sun (oder Oracle) untergebracht ist, hat sich auch schon sehr viel getan. Für die Virtualisierung am Desktop ist für mich die VirtualBox unter Linux und Windows die erste Wahl.

  5. mirabilosNo Gravatar schrieb:

    Auf 8.04 freut man sich dann, daß die Compilerversion nicht zum Kernel paßt, weil beide zu unterschiedlichen Zeiten via Security, Updates oder dergleichen reinkommen.

    Aber im Gegensatz zu VirtualBox rennen BSD-Gäste sauber, und im Gegensatz zur 1er Version auch mit stabiler Uhrzeit. Dafür saugt die WUI.

  6. poohNo Gravatar schrieb:

    Hallo,

    bin nach dem oben beschriebenen Weg vorgegangen.

    Dann ist folgendes aufgetreten:

    Do you accept? (yes/no) yes

    Thank you.

    None of the pre-built vmmon modules for VMware Server is suitable for your
    running kernel. Do you want this program to try to build the vmmon module for
    your system (you need to have a C compiler installed on your system)? [yes]

    Using compiler “/usr/bin/gcc”. Use environment variable CC to override.

    What is the location of the directory of C header files that match your running
    kernel? [/lib/modules/2.6.31-17-generic/build/include]

    Extracting the sources of the vmmon module.

    Building the vmmon module.

    Using 2.6.x kernel build system.
    make: Gehe in Verzeichnis ‘/tmp/vmware-config1/vmmon-only’
    make -C /lib/modules/2.6.31-17-generic/build/include/.. SUBDIRS=$PWD SRCROOT=$PWD/. modules
    make[1]: Betrete Verzeichnis ‘/usr/src/linux-headers-2.6.31-17-generic’
    CC [M] /tmp/vmware-config1/vmmon-only/linux/driver.o
    In file included from /tmp/vmware-config1/vmmon-only/linux/driver.c:31:
    /tmp/vmware-config1/vmmon-only/./include/compat_wait.h:78: error: conflicting types for ‘poll_initwait’
    include/linux/poll.h:70: note: previous declaration of ‘poll_initwait’ was here
    In file included from /tmp/vmware-config1/vmmon-only/./include/vmware.h:38,
    from /tmp/vmware-config1/vmmon-only/linux/driver.c:99:
    /tmp/vmware-config1/vmmon-only/./include/vm_basic_types.h:108:7: warning: “__FreeBSD__” is not defined
    In file included from /tmp/vmware-config1/vmmon-only/./include/vcpuset.h:103,
    from /tmp/vmware-config1/vmmon-only/./include/modulecall.h:37,
    from /tmp/vmware-config1/vmmon-only/./common/vmx86.h:33,
    from /tmp/vmware-config1/vmmon-only/linux/driver.h:29,
    from /tmp/vmware-config1/vmmon-only/linux/driver.c:101:
    /tmp/vmware-config1/vmmon-only/./include/vm_atomic.h:329:7: warning: “_MSC_VER” is not defined
    /tmp/vmware-config1/vmmon-only/./include/vm_atomic.h:333:7: warning: “_MSC_VER” is not defined
    /tmp/vmware-config1/vmmon-only/./include/vm_atomic.h:401:7: warning: “_MSC_VER” is not defined
    /tmp/vmware-config1/vmmon-only/./include/vm_atomic.h:407:7: warning: “_MSC_VER” is not defined
    /tmp/vmware-config1/vmmon-only/./include/vm_atomic.h:506:7: warning: “_MSC_VER” is not defined
    /tmp/vmware-config1/vmmon-only/./include/vm_atomic.h:595:7: warning: “_MSC_VER” is not defined
    /tmp/vmware-config1/vmmon-only/./include/vm_atomic.h:684:7: warning: “_MSC_VER” is not defined
    /tmp/vmware-config1/vmmon-only/./include/vm_atomic.h:773:7: warning: “_MSC_VER” is not defined
    /tmp/vmware-config1/vmmon-only/./include/vm_atomic.h:775:7: warning: “_MSC_VER” is not defined
    /tmp/vmware-config1/vmmon-only/./include/vm_atomic.h:860:7: warning: “_MSC_VER” is not defined
    /tmp/vmware-config1/vmmon-only/./include/vm_atomic.h:862:7: warning: “_MSC_VER” is not defined
    /tmp/vmware-config1/vmmon-only/./include/vm_atomic.h:945:7: warning: “_MSC_VER” is not defined
    /tmp/vmware-config1/vmmon-only/./include/vm_atomic.h:947:7: warning: “_MSC_VER” is not defined
    /tmp/vmware-config1/vmmon-only/./include/vm_atomic.h:1028:7: warning: “_MSC_VER” is not defined
    /tmp/vmware-config1/vmmon-only/./include/vm_atomic.h:1030:7: warning: “_MSC_VER” is not defined
    /tmp/vmware-config1/vmmon-only/./include/vm_atomic.h:1223:7: warning: “_MSC_VER” is not defined
    /tmp/vmware-config1/vmmon-only/./include/vm_atomic.h:1227:7: warning: “_MSC_VER” is not defined
    /tmp/vmware-config1/vmmon-only/./include/vm_atomic.h:1536:7: warning: “_MSC_VER” is not defined
    /tmp/vmware-config1/vmmon-only/./include/vm_atomic.h:1663:7: warning: “_MSC_VER” is not defined
    In file included from /tmp/vmware-config1/vmmon-only/./include/vm_basic_asm.h:46,
    from /tmp/vmware-config1/vmmon-only/./include/rateconv.h:45,
    from /tmp/vmware-config1/vmmon-only/./include/modulecall.h:40,
    from /tmp/vmware-config1/vmmon-only/./common/vmx86.h:33,
    from /tmp/vmware-config1/vmmon-only/linux/driver.h:29,
    from /tmp/vmware-config1/vmmon-only/linux/driver.c:101:
    /tmp/vmware-config1/vmmon-only/./include/vm_basic_asm_x86.h:62:7: warning: “_MSC_VER” is not defined
    /tmp/vmware-config1/vmmon-only/./include/vm_basic_asm_x86.h:177:7: warning: “_MSC_VER” is not defined
    /tmp/vmware-config1/vmmon-only/./include/vm_basic_asm_x86.h:346:7: warning: “_MSC_VER” is not defined
    /tmp/vmware-config1/vmmon-only/./include/vm_basic_asm_x86.h:453:7: warning: “_MSC_VER” is not defined
    In file included from /tmp/vmware-config1/vmmon-only/./include/vm_asm.h:43,
    from /tmp/vmware-config1/vmmon-only/linux/driver.c:103:
    /tmp/vmware-config1/vmmon-only/./include/vm_asm_x86.h:486:7: warning: “_MSC_VER” is not defined
    /tmp/vmware-config1/vmmon-only/./include/vm_asm_x86.h:779:7: warning: “_MSC_VER” is not defined
    /tmp/vmware-config1/vmmon-only/./include/vm_asm_x86.h:820:7: warning: “_MSC_VER” is not defined
    /tmp/vmware-config1/vmmon-only/./include/vm_asm_x86.h:922:7: warning: “_MSC_VER” is not defined
    In file included from /tmp/vmware-config1/vmmon-only/linux/driver.c:119:
    /tmp/vmware-config1/vmmon-only/./common/hostif.h:53:7: warning: “WINNT_DDK” is not defined
    /tmp/vmware-config1/vmmon-only/linux/driver.c: In function ‘LinuxDriverSyncCallOnEachCPU’:
    /tmp/vmware-config1/vmmon-only/linux/driver.c:1423: error: too many arguments to function ‘smp_call_function’
    /tmp/vmware-config1/vmmon-only/linux/driver.c: In function ‘LinuxDriver_Ioctl’:
    /tmp/vmware-config1/vmmon-only/linux/driver.c:1987: error: ‘struct task_struct’ has no member named ‘euid’
    /tmp/vmware-config1/vmmon-only/linux/driver.c:1987: error: ‘struct task_struct’ has no member named ‘uid’
    /tmp/vmware-config1/vmmon-only/linux/driver.c:1988: error: ‘struct task_struct’ has no member named ‘fsuid’
    /tmp/vmware-config1/vmmon-only/linux/driver.c:1988: error: ‘struct task_struct’ has no member named ‘uid’
    /tmp/vmware-config1/vmmon-only/linux/driver.c:1989: error: ‘struct task_struct’ has no member named ‘egid’
    /tmp/vmware-config1/vmmon-only/linux/driver.c:1989: error: ‘struct task_struct’ has no member named ‘gid’
    /tmp/vmware-config1/vmmon-only/linux/driver.c:1990: error: ‘struct task_struct’ has no member named ‘fsgid’
    /tmp/vmware-config1/vmmon-only/linux/driver.c:1990: error: ‘struct task_struct’ has no member named ‘gid’
    /tmp/vmware-config1/vmmon-only/linux/driver.c:2007: error: too many arguments to function ‘smp_call_function’
    make[2]: *** [/tmp/vmware-config1/vmmon-only/linux/driver.o] Fehler 1
    make[1]: *** [_module_/tmp/vmware-config1/vmmon-only] Fehler 2
    make[1]: Verlasse Verzeichnis ‘/usr/src/linux-headers-2.6.31-17-generic’
    make: *** [vmmon.ko] Fehler 2
    make: Verlasse Verzeichnis ‘/tmp/vmware-config1/vmmon-only’
    Unable to build the vmmon module.

    For more information on how to troubleshoot module-related problems, please
    visit our Web site at “http://www.vmware.com/go/unsup-linux-products” and
    “http://www.vmware.com/go/unsup-linux-tools”.

    Execution aborted.

    Kann mir hier jemand behilflich sein?

    Danke.

  7. Roman HanhartNo Gravatar schrieb:

    Hallo pooh, ich würde die Frage im Forum bei uu hineinstellen : http://forum.ubuntuusers.de/fo.....-bedienen/

    Dort bekommst Du sicherlich Hilfe.

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