VMWare-Tools auf einem Ubuntu-Server installieren
Um die VMWare-Tools erfolgreich auf einen Ubuntu- oder Debian-Server zu bringen, braucht es eigentlich recht wenig. Aber jedes mal vergesse ich etwas oder verdrehe die Reihenfolge. Und deswegen notiere ich hier einmal das aus meiner Sicht richtige Vorgehen. Als Grundlage dient ein Ubuntu-Serverli 7.10:
Vorbereitungen
Zunächst wird das System mehr oder weniger nackt installiert; je nach dem ist der SSH-Server noch sinnreich. Ich würde dann zunächst die Updates fahren, so dass allenfalls schon der aktuelle Kernel installiert ist:
sudo apt-get update
sudo apt-get upgrade
sudo apt-get dist-upgrade
Zur Sicherheit schlage ich vor, das System neu zu starten, bevor man weitermacht.
Danach müssen die Build- und Header-Files geladen werden, damit die VMWare-Tools den Kernel anpassen können. Grundsätzlich ginge es auch ohne; dann würden bloss die X-Server-Erweiterungen installiert, was bei einem Server ja meist sinnfrei ist. Dazu braucht es zwei Pakete:
sudo apt-get install build-essential
Danach frage ich nach dem aktuellen Kernel:
uname -rv
was zu einer Ausgabe wie die untere führt:
2.6.22-server
Danach können die Headers installiert werden, wobei der letzte Wert mit dem Resultat der vorherigen Abfrage korrespondieren muss:
sudo apt-get install linux-headers-2.6.22-server
VMWare-Tools installieren
Danach kann man mittels dem VMWare Infrastructure Client die Installation der Tools befehlen (Rechtsklick auf die Maschine –> Install/Upgrade VMWare Tools). Damit darf man die Tools mounten:
sudo mount /dev/cdrom
Schliesslich wechselt man in das Verzeichnis, in dem die Dateien liegen:
cd /media/cdrom
Jetzt würde ich das richtige Archiv in das Temp oder Home-Verzeichnis kopieren, am besten als Root:
sudo cp VMWare-Tools-3.5.0-64607.tar.gz /tmp
Damit die virtuelle CD-Rom wieder entfernt werden kann, sollte man das Verzeichnis wechseln; am besten gleich in das temporäre Verzeichnis, wo die Kopie liegt:
cd /tmp
sudo umount /dev/cdrom
Nun kann das Archiv entpackt und anschliessend in jenes gewechselt werden:
sudo tar -xvzf VMWare-Tools-3.5.0-64607.tar.gz
cd vmware-tools-distrib
sudo ./vmware-install.pl
Dann braucht man bloss noch den Anweisungen zu folgen und kann eigentlich alle Vorgaben (yes oder no) übernehmen. Einzig bei der Installation per SSH darf man durchaus befehlen, die Installation trotzdem fortzusetzen. Denn Ubuntu “motzt”, man würde besser über ein lokales Terminal installieren. Bei mir hat es immer über SSH geklappt. Somit sind die Tools installiert. Zum Abschluss braucht es dann noch ein Neustart des System:
sudo init 6
oder
sudo reboot
Ab der Version 3.5 des ESX-Servers muss man noch die Installation der Tools als beendet “erklären”: Rechtsklick auf die Maschine und “End WMWare Tools install” klicken. Vergisst man dies, können keine ISO-Files an das CD-Rom angehängt werden.


24. Mai 2008 um 02:00:58 Uhr
Vielen Dank!
26. Mai 2008 um 10:28:38 Uhr
Ja, so funktioniert es ohne Probleme! Vielen Dank – hat mir viel Zeit erspart! Setze immer SUSE Linux Server ein – das ist schon ein Unterschied zu Ubuntu. Da muss man sich erst mal zurechtfinden.
Danke für die schöne Beschreibung,
Steffen
10. November 2008 um 19:39:32 Uhr
Danke,
hat spitzenklasse mit ubuntu 8.10 und vmware 6.5 funktioniert!
19. Dezember 2008 um 08:15:44 Uhr
[...] Sobald auf einem virtuellen Ubuntu-Serverli neue VM-Ware-Tools vom ESX-Server her zur Verfügung stehen, sollten diese upgegradet werden. Eigentlich müsste dies auch geschehen, wenn ein neuer Kernel auf der virtuellen Kiste installiert wird. Die ganze Geschichte ist eigentlich ziemlich einfach, die erste Installation habe ich dereinst hier beschrieben. [...]
21. Juni 2009 um 22:45:43 Uhr
Besten Dank für die gute Beschreibung.
Hat ohne Probleme funktioniert.
Ubuntu Server LTS 8.04 auf VMWare Server 2.x
viele Grüsse
Sven
30. Oktober 2009 um 17:14:23 Uhr
Danke für die nette Anleitung
Hat auch bei mir super funktioniert.
21. September 2010 um 11:15:40 Uhr
Kein Thema unter VMWare vSphere 4.1 als Host und Ubuntu Server 10 als VM.
Thx
26. März 2011 um 12:13:44 Uhr
Super Anleitung, hat mir sehr geholfen.
26. März 2011 um 12:20:06 Uhr
Kleine Anmerkung noch:
Bei mir hat das Mounten der CD nur mit
“sudo mount /dev/cdrom /media/cdrom” geklappt.
27. März 2011 um 08:43:27 Uhr
Danke für die Ergänzung, Matthias!
11. Mai 2011 um 06:37:56 Uhr
[...] hat oder nicht, machte ich mich auf die Suche nach einer Hilfestellung und bin dabei über einen Beitrag von Roman gestolpert, womit sich auch dieses kleine Problem lösen [...]
08. Juni 2011 um 22:13:23 Uhr
[...] VMware-Tools installieren: http://ubuntublog.ch/services/.....stallieren [...]